Europäische Richtlinie hat Auswirkungen auf die Kalkindustrie in Südwestfalen

Peter Liese informierte sich vor Ort

Zu einem Gespräch über die Auswirkung der europäischen Richtlinie zum Emissionshandel auf die heimische Industrie traf Dr. Peter Liese jetzt mit Vertretern der Kalkindustrie zusammen. Ziel der Richtlinie ist die Reduzierung von CO2-Emissionen.

Für die Kalkindustrie tritt ein besonderes Problem auf. Die Vermeidung des klimaschädlichen Kohlendioxids ist in der Kalkindustrie wesentlich schwieriger als im Bereich der Energieerzeugung oder Chemieindustrie, da durch den chemischen Prozess bei der Umwandlung von Kalk in Kalkstein eine große Menge CO2 frei wird, die auch durch den Einsatz alternativer Energiequellen nicht vermieden werden kann. Da Kalk aber unter anderem im Umweltschutz ein sehr dringend benötigtes Produkt ist, muss für die Kalkindustrie beim Klimaschutz eine Sonderregelung gefunden werden.

Liese unterstützte dieses Anliegen der Kalkindustrie und hat einen entsprechenden Antrag im Europäischen Parlament eingereicht. Leider erreichte er nicht die notwendige Mehrheit. Es gibt jedoch die Möglichkeit, dass die Bundesregierung über den Ministerrat eine Verbesserung erzielt.

Gleichzeitig betonte der Abgeordnete, dass auch die Kalkindustrie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten muss. „Jeder muss im Rahmen seiner Möglichkeiten dazu beitragen, den Treibhauseffekt zu bekämpfen. Die Möglichkeiten der Kalkindustrie sind deutlich geringer, als die anderer Sektoren. Deswegen darf man sie nicht überfordern. Niemand sollte jedoch komplett aus der Verantwortung entlassen werden“, so Liese.

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Schlagworte: Emissionen, Emissionsrechte, Kalk- und Zementindustrie, Klimaschutz, Kyoto, Wettbewerbsverzerrung