EU-Richtlinie soll Beitrag zum Klimaschutz leisten und Stromrechnung reduzieren

Am Mittwoch, dem 16. Februar tritt das Kyoto-Protokoll in Kraft

Am kommenden Mittwoch, dem 16.02. tritt das Klimaschutzabkommen von Kyoto in Kraft. Danach haben sich die Europäische Union, die Mitgliedstaaten und viele andere Industrienationen verpflichtet, den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen wie CO2, bis 2012 zu reduzieren. Noch ist aber unklar, wie dieses Ziel erreicht werden soll und man streitet vor allem um die Kosten des Klimaschutzes. Viele Mitgliedstaaten in der Europäischen Union sind weit von ihren Verpflichtungen entfernt.

Ein kostengünstiges Instrument ist die Verbesserung der technischen Standards von energieverbrauchenden Geräten.

Eine EU-Richtlinie zur umweltgerechten Gestaltung von energieverbrauchenden Geräten soll den Energieverbrauch und andere umweltrelevante Eigenschaften von Geräten verringern und dadurch den Geldbeutel der Verbraucher entlasten.

Bei Waschmaschinen, Computern, Stereoanlagen und anderen Geräten gibt es ein sehr großes Einsparpotential, das durch einfache technische Veränderungen genutzt werden könnte. Die Europäische Kommission geht davon aus, dass durch verbesserte technische Standards 180 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden können. Dies entspricht 53 Prozent der Gesamtmenge, die die EU nach dem Abkommen von Kyoto bis 2012 einsparen muss.

Als sogenannter ‚Schattenberichterstatter‘ koordiniere ich die Position der christlich demokratischen und konservativen EVP/ED-Fraktion in dieser Frage. Das heißt, ich muss die Ansichten von Abgeordneten aus 25 EU-Mitgliedstaaten bündeln und diese  gegenüber den anderen Fraktionen sowie Rat und Kommission vertreten.

Viele Unternehmen in Südwestfalen betroffen

Von der Regelung sind viele Unternehmen in der Region Südwestfalen betroffen, z.B. die Leuchtenindustrie.

Ich setze mich für ambitionierte technische Standards im Bereich Energieeffizienz ein. Durch strenge Ziele, die in der ganzen Europäischen Union eingehalten werden müssen, soll das Einsparpotential insbesondere im Bereich des Energieverbrauchs, aber auch bei anderen umweltrelevanten Faktoren wie z.B. dem Wasserverbrauch so gut es geht genutzt werden.

Strenge Kontrollen zum Schutz gegen unlauteren Wettbewerb

Viele Unternehmensvertreter aus Südwestfalen berichten davon, dass Grauimporte aus China oder anderen Ländern schon die heute vorhandenen Standards im Bereich der Sicherheit nicht erfüllen. Es besteht daher meiner Ansicht nach zu Recht die Sorge, dass, wenn wir nur die Standards verschärfen aber nicht die Kontrolle verbessern, der Betrug zunimmt. Daher setze ich mich dafür ein, dass die Kontrollen in ganz Europa vereinheitlich und verschärft werden. Außerdem müssen die Standards so gestaltet sein, dass sie auch für kleine und mittlere Unternehmen handhabbar sind so dass sie wirklich etwas erreichen und nicht nur übertriebene Bürokratie produzieren.

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Schlagworte: CO2, Einsparpotential, Energieeffizienz, energieverbrauchende Geräte, Grauimporte, Klimaschutz, Kyoto, Kyoto-Protokoll, Leuchten