Förderung der Alternativen zum Öl bietet große Chance für Südwestfalen
Die Annahme des Aktionsplans Biomasse durch die Europäische Kommission bedeutet eine große Chance für Südwestfalen. In Südwestfalen sind wir durch unseren Waldreichtum und durch das vielfältige Know-how, das vor Ort vorhanden ist, prädestiniert dafür, Biomasse zur Energieerzeugung stärker zu nutzen.
Die Europäische Kommission hat am Mittwoch ein Bündel von Maßnahmen vorgeschlagen, um den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen bei der Energieerzeugung zu fördern.
Biomasse hat gegenüber konventionellen Energieträgern und auch gegenüber einigen anderen erneuerbaren Energien deutliche Vorteile. So ergeben sich neue Einkommensmöglichkeiten für die Land- und Forstwirtschaft, regionale Wirtschaftskreisläufe werden gefördert, d.h. das Geld landet bei den Land- und Forstwirten und nicht bei den Ölscheichs oder Herrn Putin. Die energetische Nutzung von Biomasse ist CO2-neutral und, im Vergleich zu Sonnen- und Windenergie, Bimasse ist nicht von kurzfristigen Wetterschwankungen abhängig, sondern kann dann genutzt werden, wenn der Bedarf entsteht. Daher begrüße ich die Vorlage des Aktionsplans Biomasse durch die Kommission. Es ist ein erster Schritt um den schlafenden Riesen bei den erneuerbaren Energien zu wecken.
Richtlinie über heizen mit erneuerbaren Energien geplant
Das Kernstück des Aktionsplans ist die Festlegung der Kommission, an einer Richtlinie zur Förderung der erneuerbaren Energien im Bereich Heizung und Kühlung zu arbeiten. Es ist allerdings aus dem Kommissionsdokument nicht ganz ersichtlich, wann die Kommission diesen Vorschlag tatsächlich vorlegen wird.
Dem Vermerk nach ist Kommissar Piebalgs in dieser Frage von anderen Kommissaren gebremst worden.
Das Europäische Parlament als Ganzes und insbesondere die EVP-ED setzen sich sehr für eine solche Richtlinie ein, wir müssen sie auch möglichst schnell haben, denn jeder Monat, den wir verlieren, bedeutet unnötige Kosten für die Verbraucher, und unnötige Schäden für die Umwelt. Im Bereich Heizung und Kühlung kann man mit weniger Geld mehr erreichen, als etwa bei der Stromerzeugung durch Sonne Photovoltaik.
Andere Maßnahmen, die die Kommission in dem Aktionsplan ins Auge gefasst hat, sind ein Beimischungszwang für Biotreibstoffe, steuerliche Maßnahmen (in einigen Mitgliedstaaten werden Holzpellets z.B. höher besteuert als Öl und Gas) und eine verstärkte Forschung.
Schlagworte: Aktionsplan Biomasse, Biomasse, CO2-Minderung, Energieerzeugung, Heizen, nachwachsende Rohstoffen, Photovoltaik, Stromerzeugung




















