Kommissar Piebalgs und Abgeordnete für Energieeffizienz

Europaabgeordnete aller Fraktionen, Abgeordnete der nationalen Parlamente und EU-Kommissar Andris Piebalgs sprechen sich für verstärkte Anstrengungen zur Energieeffizienz aus. Bei einer  Großveranstaltung in Brüssel erklärte Piebalgs: „Energieeffizienz hilft der Umwelt, schafft Arbeitsplätze und erhöht die Versorgungssicherheit“.Dem Kommissar ist zu hundert Prozent zuzustimmen. Europa kann und muss mehr für die Energieeffizienz tun. Energie sparen ist die beste, umweltfreundlichste und preiswerteste Energiequelle.

Anlässlich der Kältewelle in Deutschland und Europa und der Grundsatzdiskussion über die Energiepolitik weist Liese darauf hin, dass es viele Maßnahmen gibt, die Hausbesitzer, Mieter und Bauherren berücksichtigen können. Liese hat auf seiner Homepage konkrete Hinweise für Bürgerinnen und Bürger gesammelt, z.B. zur Gebäudesanierung, aber auch zum Heizen mit regenerativen Energien.

Österreichische Präsidentschaft springt zu kurz / Atomenergie und Erneuerbare sind kein Widerspruch

Die Aussagen von des österreichischen Landwirtschafts- und Umweltministers Josef Pröll zur Zukunft der europäischen Energiepolitik klingen, was die Förderung der erneuerbaren Energien angeht, sehr hilfreich, sie greifen jedoch zu kurz.
 
Pröll hatt am Montag in Brüssel eine Umfrage vorgestellt, nach der die Bevölkerung in der Europäischen Union eine stärkere Unterstützung der erneuerbaren Energien fordert. Nur ein geringer Teil der Bevölkerung spreche sich hingegen dafür aus, dass die Atomenergie mehr gefördert wird.

Es deckt sich mit meinen Erfahrungen, dass die Bürgerinnen und Bürger die Förderung der erneuerbaren Energien wollen. Dies müssen wir als verantwortliche Politiker umsetzen. Gerade  im Bereich des Heizens mit erneuerbaren Energien wurde in Deutschland und in Europa zu wenig getan, wir können von Österreich lernen.

Wenn Wirtschaftsminister Michael Glos in der letzten Woche gesagt hat, „wir werden die erneuerbaren Energien weiter fördern, aber mit einem verschärften Blick für Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit“, dann muss man gerade hier ansetzen. Heizen mit erneuerbaren Energien hat ein riesiges Potential und die Kosten sind vergleichsweise gering.

Ich bin sicher, dass Glos und sein Ministerium deshalb an Aktivitäten in diesem Bereich arbeiten. Es ist jedoch wenig hilfreich, wenn Pröll berichtet, dass die Atomenergie nach Ansicht der Bevölkerung  weniger gefördert werden sollte. Bei der Diskussion in Europa und in Deutschland geht es gar nicht um die Förderung neuer Atomkraftwerke, sondern es geht z.B. in Deutschland um die Frage, ob Kraftwerke, die längst existieren und heute keine Subventionen mehr brauchen, nicht länger als vereinbart laufen sollten.

Die bisherigen Vereinbarungen beim Ausstieg sind nicht an Sicherheitsfragen orientiert, sondern politische Kompromisse.

Was die europäische Forschungspolitik angeht, so wird nicht die Entwicklung neuer Kernkraftwerke gefördert, sondern es geht um die Verbesserung der Sicherheit.

Wir werden es uns in Zukunft nicht erlauben können, erneuerbare Energien und Kernenergie als Gegensätze zu sehen. wir brauchen beides, um von Öl und Gas unabhängiger zu werden und das Klima zu schützen.

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Schlagworte: Atomenergie, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Gebäudesanierung, Heizen, Klimaschutz, Umwelt, Versorgungssicherheit