Europäisches Parlament engagiert sich gegen Zwangsprostitution
Wir brauchen Hilfe für die betroffenen Frauen und mehr Information. Ich halte allerdings gar nichts von einem Boykottaufruf.Claes Borgström, schwedischer Ombudsmann für Gleichberechtigung, hatte dazu aufgerufen, die WM in Deutschland zu boykottieren. Er will damit auf das Problem der Zwangsprostitution hinweisen. Zehntausende Frauen würden in diesem Sommer mit falschen Versprechungen vor allen Dingen aus Osteuropa nach Deutschland gelockt und dort ins Sex-Geschäft gezwungen. An einer Veranstaltung. die Menschenhandel fördert, könne Schweden nicht teilnehmen, so Borgström.
Die Gefahr der Zwangsprostitution im Rahmen internationaler Sportereignisse ist real. Deswegen hat sich das Europäische Parlament in den letzten Wochen intensiv mit der Frage beschäftigt. Wir halten allerdings nichts von Boykottmaßnahmen. Vielmehr fordern wir umfassende Informationskampagnen und eindeutige Stellungnahmen aller Verantwortlichen. Wir unterstützen beispielsweise die Rote-Karte-Kampagne gegen Zwangsprostitution. Außerdem fordern wir einen mehrsprachigen Telefonhilfsdienst für die betroffenen Frauen.
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