Europäisches Parlament stockt Leonardo da Vinci-Programm erheblich auf
Die massiven Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft machen auch vor der beruflichen Bildung nicht halt. Die Globalisierung und das Zusammenwachsen Europas stellen neue Anforderungen an die berufliche Aus- und Weiterbildung. Diese Anforderungen treffen – in unterschiedlicher Form – alle europäischen Länder. Es ist daher ein Anliegen der Europäischen Union, die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und zwischen allen Akteuren in der beruflichen Bildung über die nationalen Grenzen hinweg zu verstärken. Erfahrungsaustausch, Entwicklung gemeinsamer Konzepte und Bearbeitung gemeinsamer Probleme auf europäischer Ebene sollen die vielfältigen Bemühungen auf nationaler Ebene, die Berufsbildungssysteme weiterzuentwickeln und die Bildungsangebote zu modernisieren, unterstützen. Hierzu dient das Programm LEONARDO DA VINCI, als wichtiges Unterprogramm des EU-Förderprogramms „Lebenslanges Lernen“.
Das Europäische Parlament hat bei seiner Sitzung in Straßburg auch das Programm LEONARDO DA VINCI endgültig verabschiedet. Die Mittelausstattung für das Gesamtprogramm „Lebenslanges Lernen“ wird sich auf 6,2 Mrd. Euro für sieben Jahre belaufen.
Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, die Mittelausstattung deutlich zu erhöhen und damit den wichtigen beruflichen Erfahrungsaustausch innerhalb Europas zu fördern.
Die Zielgruppe von LEONARDO DA VINCI sind junge Menschen, die an beruflichen Bildungsgängen jeglicher Art teilnehmen möchten. Leonardo fördert auch Bildungsanbieter und deren Lehrpersonal sowie wie Unternehmen, Sozialpartner und weitere Einrichtungen, die sich mit der beruflichen Bildung und dem lebenslangen Lernen befassen.
Mit LEONARDO DA VINCI können Projekte und Aktionen in der beruflichen Bildung gefördert werden. Ziel ist es, die europaweite Mobilität von Personen in der beruflichen Erstausbildung oder Weiterbildung zu unterstützen. Auch soll die Zusammenarbeit zwischen Anbietern der beruflichen Bildung, Unternehmen und Sozialpartnern verbessert und intensiviert werden. Das Programm will zudem die Transparenz und die EU-weite gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen verbessern. Außerdem verfolgt LEONARDO das Ziel, die Entwicklung innovativer Verfahren und ihre Übertragung auf andere Mitgliedstaaten anzuregen.
Gefördert werden länderübergreifende Praktika in Unternehmen oder Berufsbildungseinrichtungen. Aber auch Praktika und Austauschmaßnahmen zur Weiterbildung von Verantwortlichen im Bereich der beruflichen Bildung können unterstützt werden. Weitere Aktivitäten umfassen Partnerschaften zu Themen der beruflichen Bildung und grenzüberschreitende Projekte, die z. B. auf die Verbesserung und Koordinierung der Berufsbildungssysteme abzielen. Auch inhaltliche Netzwerke von in diesem Bereich tätigen Experten und Organisationen können Unterstützung erhalten.
Zuständige nationale Agentur ist das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB, Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung Robert-Schuman-Platz 3, 53175 Bonn, Tel.: 0228 / 107-1608, Fax: 0228 / 107-2964, E-Mail: na@bibb.de)
Schlagworte: EU-Förderprogramme, Förderprogramm, Leonardo da Vinci




















