Europäische Kommission muss Zusagen einhalten
Angesichts der steigenden Energiepreise, der drohenden Klimakatastrophe und der Abhängigkeit von Energieimporten wäre es völlig unverantwortlich, wenn die Europäische Kommission ihre Zusagen zur Förderung von erneuerbaren Energien im Bereich Heizen und Kühlen nicht einhalten würde.
In Brüssel wird darüber spekuliert, dass die EU-Kommission in ihrem Vorschlag zur zukünftigen Energiepolitik, der am 10 Januar offiziell beschlossen werden soll, einen wichtigen Bestandteil fallen gelassen hat. Es handelt sich um die geplante Richtlinie zur Förderung von Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien, also z.B. Holzpelletheizungen, Erdwärme und Sonnenergie zum Heizen und Warmwasserbereiten.
Das Europäische Parlament hat die Kommission mehrfach aufgefordert, einen entsprechenden Richtlinienvorschlag vorzulegen, da in diesem Bereich mit wenig Mitteln besonders viel Öl und Gas eingespart werden und das klimaschädliche CO2 besonders günstig reduziert werden kann. Auch die deutsche Ratspräsidentschaft sieht diesen Vorschlag als prioritär an. Im Gegensatz zu anderen Bereichen der erneuerbaren Energien ist auch die betroffene Industrie, d.h. die Heizungsindustrie und das Installateurshandwerk, für eine Richtlinie.
Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, so würde die Europäische Kommission genau das Gegenteil von dem tun, was die Bürgerinnen und Bürger erwarten. Angesichts der großen Probleme, die wir durch die Nutzung fossiler Brennstoffe haben, brauchen wir konkrete Taten. Im Moment zeichnet sich ab, dass die Kommission am 10. Januar nur einen Riesenhaufen Papier auf den Tisch legen wird und keinen einzigen konkreten Vorschlag, der tatsächlich etwas ändert.
Der von großen Erwartungshaltungen begleitete „Strategic Energy Review“ der Europäischen Kommission, der am 10. Januar vorgelegt wird, enthält nach meinen Informationen eine ganze Menge Mitteilungen und Strategiepapiere. Der einzige konkrete Gesetzgebungsvorschlag wäre die Richtlinie zu Heizen und Kühlen gewesen, und dieser steht nun ernsthaft infrage.
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