215 Millionen Euro v.a. für Städtepartnerschaften
Die Europäische Kommission hat erstmals das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ aufgelegt. Im Zeitraum von 2007 bis 2013 sollen Projekte gefördert werden, die die Beteiligung europäischer Bürgerinnen und Bürger sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen am europäischen Einigungsprozess zum Inhalt haben. Unter anderem will die EU damit die gesamteuropäische Identität stärken, Toleranz und gegenseitiges Verständnis fördern und politisches Verantwortungsbewusstsein schärfen.
Mit vier „Aktionen“ soll dieses Hauptziel verfolgt werden: Aktion 1 (“Aktive Bürger für Europa“) nimmt besonders Städtepartnerschaften ins Visier, Aktion 2 (“Aktive Zivilgesellschaft in Europa“) betreibt vor allem Strukturförderung für Forschungseinrichtungen, die sich mit europäischen Politiken beschäftigen (Think Tanks), und Aktion 3 (“Gemeinsam für Europa“) fördert Veranstaltungen mit großer Öffentlichkeitswirkung wie Gedenkfeiern, Preisverleihungen oder europaweite Konferenzen. Mit Aktion 4 (“Aktive europäische Erinnerung“) will die EU zum Beispiel Maßnahmen zur Erhaltung von Stätten und Mahnmalen, die dem Gedenken an Massendeportationen dienen, oder anderer nationalsozialistischer Stätten der Massenvernichtung fördern.
Antragsberechtigt sind insbesondere lokale Gemeinschaften, Forschungseinrichtungen, die sich mit europäischen Politiken beschäftigen, sowie Bürgergruppen und andere zivilgesellschaftliche Organisationen.
Die Ausschüttung der Finanzmittel in Höhe von 215 Millionen Euro erstreckt sich über einen Zeitraum von sieben Jahren. Die Fristen zur Einreichung von Förderanträgen variieren von Programm zu Programm, gemeinsam ist den vier „Aktionen“ aber, dass einmal pro Jahr Ausschreibungen erfolgen.
Die Partnerschaftskomitees vor Ort in Südwestfalen leisten großartige Arbeit. Deshalb ist es gut, dass hier jetzt deutlich mehr Mittel zur Verfügung stehen. Allerdings kann nicht jede Aktivität eines Partnerschaftskomitees gefördert werden, sondern nur besondere Maßnahmen. Aktionen mit Partnern aus den neuen Mitgliedsländern haben bessere Chancen als Partnerschaften zum Beispiel mit Frankreich.
Weitere Informationen finden sich auf folgenden Seite der Europäischen Kommission:
http://eacea.ec.europa.eu/citizenship/guide/index_de.htm
Schlagworte: EU-Förderprogramme, Förderprogramm, Städtepartnerschaften




















