EU-Strukturfonds: „Gesucht: Die besten Ideen für Tourismus, für Naturerlebnisse und für die Automobilindustrie“

Zwei wichtige Wettbewerbe für den Tourismus und die Automobilindustrie in Südwestfalen

Die besten Ideen für die Wettbewerbsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Tourismuswirtschaft sowie für die Zukunft der Mobilität stehen im Vordergrund bei den beiden nun vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Förderperiode des EU-Strukturfonds 2007-2013 gestarteten Wettbewerbe.
Durch das Ziel-2-Programm sollen Wachstums- und Innovationskräfte unserer Wirtschaft gestärkt werden. Insgesamt stehen für die kommende Förderperiode knapp 1,3 Milliarden Euro aus dem Europäischen Regionalfonds zur Verfügung, die in gleicher Höhe aus Mitteln des Landes, der Kommunen und – erstmals – Beiträgen privater Dritter für Innovationen, Existenzgründungen und Stadterneuerung in besonders strukturschwachen Gebieten kofinanziert werden.

Mit dem Wettbewerb Erlebnis.NRW verfolgt das Land Nordrhein-Westfalen gleich zwei Ziele: Hier steht zum einen die Wettbewerbsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Tourismuswirtschaft im Mittelpunkt, die es insgesamt nachhaltig zu stärken gilt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Erschließung und Entwicklung des europäischen Naturerbes für eine landschaftsbezogene Erholung innerhalb der Natura-2000-Gebiete. Deshalb ist der Wettbewerb als Dachwettbewerb mit zwei Säulen konzipiert:
Erste Säule: Tourismus
Durch innovative Produkte, Infrastrukturprojekte, Netzwerkgründungen und Marketinglösungen sollen die regionalen touristischen Kernkompetenzen gezielt gestärkt und die Attraktivität des Reiselandes Nordrhein-Westfalen insgesamt verbessert werden., Die Federführung für diese Säule des Wettbewerbs hat das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW inne.
Zweite Säule: Naturerlebnisse
Im Vordergrund stehen die Verbesserung der landschaftlichen touristischen Erschließung für den Naturtourismus und die Förderung von Naturerlebniseinrichtungen, die die Bedeutung des Naturerbes thematisieren. Gesucht werden innovative Lösungen, die ökologische und ökonomische Ziele optimal miteinander verbinden. Für diese Säule ist das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW zuständig.

Projektvorschläge sind zu richten an die NRW.BANK, Projektbüro Erlebnis.NRW, 40188 Düsseldorf, Telefon: 0211 91741-6033, Fax: 0211 91741-747697, E-Mail: erlebnis.nrw@nrwbank.de. Es wird empfohlen, zur Teilnahmeberatung mit der NRW.BANK Kontakt aufzunehmen. Dort sind weitere Informationen und Erläuterungen erhältlich.

Nordrhein-Westfalen ist einer der bedeutenden Automobilstandorte in Deutschland. Rund 700.000 Pkw und Nutzfahrzeuge bringen nordrhein-westfälische Produzenten jährlich auf den Weltmarkt. In Südwestfalen ist besonders die Zulieferindustrie stark vertreten.
Mit dem Wettbewerb „Automotive.NRW“ will das Land diesen Cluster stärken und für den internationalen Wettbewerb fit machen. Ziel ist es, insbesondere die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft durch innovative, gemeinschaftliche Projekte zu fördern und so die Clusterstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette marktorientiert zu beeinflussen. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen dabei kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Ihre Innovationskraft innerhalb der Wertschöpfungskette soll besonders gestärkt werden, damit sie sich am Markt besser behaupten und nachhaltig für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze sorgen können.
Ansprechpartner: Projektträger Jülich
Geschäftsbereich Technologische und regionale Innovationen (TRI)
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich
Dr. Karl-Georg Steffens , Tel.: 02461 61-3594

Anders als bisher können sich Kommunen, Firmen und Institutionen aus ganz NRW beteiligen. Bis Ende 2006 waren die Gelder vor allem im Ruhrgebiet ausgegeben worden.
Gerade diese beiden Wettbewerbe sind interessant für Südwestfalen, denn Südwestfalen ist nicht nur für den Tourismus ein wichtiger Standort, sondern auch Heimat für viele Zulieferbetriebe der Automobilindustrie.

Mehr Infos zum Erlebnis.NRW und Automotive.NRW und die jeweiligen Ansprechpartner/-innen für weiterführende Fragen finden Sie im Internet unter www.ziel2-nrw.de.

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Schlagworte: Automotive.NRW, Erlebnis.NRW, EU-Förderprogramme, EU-Strukturfonds, Ziel 2, Ziel-2-Programm