EU-Kommission: Schäden durch Kyrill waren doppelt so groß wie die Schäden durch die Feuer in Griechenland

Hilfen für NRW nochmals aufgestockt

Nach Auskunft der Europäischen Kommission waren die Schäden, die der Sturm Kyrill im Januar angerichtet hat, doppelt so hoch wie die Schäden durch die Feuer, die im August in Griechenland gewütet haben.
Es ist schon erstaunlich, wie in der Wahrnehmung der Bevölkerung und in den internationalen Medien die Akzente verschoben wurden. Die Feuer in Griechenland beherrschten tagelang die Medien in ganz Europa, und das Europäische Parlament hat dazu sogar eine Sondersitzung durchgeführt. Der Kommissionspräsident ist innerhalb von wenigen Tagen nach Griechenland gereist. Für Kyrill hat sich außerhalb von Südwestfalen schon kaum jemand interessiert, und es war schon eine Anstrengung für den Umweltminister Eckhard Uhlenberg, die anderen Ressorts in NRW von der Notwendigkeit des Handelns zu überzeugen.

Zum Glück hält sich die Europäische Kommission bei der Zuteilung von Hilfsgeldern nicht an Medienberichte oder aufgeregte Debatten, sondern an objektive Fakten. Deswegen wird Deutschland für die Beseitigung der Kyrill-Schäden wesentlich mehr Geld bekommen als Griechenland für die Beseitigung der Feuerschäden.

Nach meinen Informationen werden die 166,9 Mio. Euro in diesen Tagen von der Europäischen Kommission nach Berlin überwiesen. Anfang Januar soll das Geld dann nach Nordrhein-Westfalen weitergereicht werden. Erfreulich ist, dass NRW nicht, wie ursprünglich geplant, 91 Mio., sondern etwas mehr als 95 Mio. Euro bekommt. Das Geld wird dann über die Bezirksregierung Arnsberg an die betroffenen Kreise und Kommunen verteilt“, betonte Liese.

Die Mittel können allerdings nicht an private sondern nur an öffentliche Stellen vergeben werden. Ich bedaure, dass die Waldbauern nicht direkt von den EU-Mitteln profitieren können, aber dies liegt an Regeln, die nicht für Kyrill geschrieben wurden, sondern für alle Katastrophen in Europa gelten. Ich appelliere aber nochmals an die Landesregierung, das 100-Millionen-Euro-Hilfsprogramm umzuschichten und den Privaten mehr Geld zu geben, da die Kommunen ja EU-Mittel in Anspruch nehmen können.

Weitersagen:
Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • email
  • Y!GG
  • Folkd
  • TwitThis
  • Facebook
  • MySpace
  • Infopirat
  • Webnews
  • Wikio DE
  • Google Bookmarks
  • YahooMyWeb
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Live-MSN
  • Technorati
  • del.icio.us
  • Bloglines
  • Ask

Schlagworte: Europäische Kommission, Kyrill, Solidaritätsfond, Sturm, Waldbauern