Klonen von Embryonen

Menschlich gesehen ist das kein Durchbruch, sondern eine Horrormeldung

„Das Klonen von Embryonen ist menschlich gesehen kein Durchbruch, sondern eine Horrormeldung.“ Dies sagte der CDU-Europaabgeordnete und Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bioethik der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-ED), Peter Liese. Das Magazin „Stem Cells“ hatte berichtet, dass es einem kalifornischen Forscherteam erstmals gelungen sei, geklonte menschliche Embryonen zu erzeugen. Nach Angaben von Andrew French von der Firma Stemagen lassen sich in Zukunft gezielt Stammzellen für Patienten herstellen, die mit dessen Erbsubstanz übereinstimmen. „Es wird aber unendlich schwer sein, diese Ergebnisse in anwendbare Therapien umzumünzen“, gibt Liese zu bedenken.

Nach wie vor ungelöst sei etwa das hohe Krebsrisiko, das mit embryonalen Stammzellen verbunden ist. „Unendlich leicht wird es in Zukunft dagegen für verwirrte Wissenschaftler sein, geklonte Embryonen in die Gebärmutter einzupflanzen. Schließlich ist die entsprechende Implantationstechnik seit Jahrzehnten etabliert. Der richtige Weg ist die Reprogrammierung adulter Zellen und vor allem die Forschung mit adulten Stammzellen. Adulte Stammzellen wurden schon bei 73 Erkrankungen, zum Teil mit sehr großem Erfolg, eingesetzt. Ohne menschliche Lebewesen zu zerstören, wurde unzähligen Patienten geholfen. In der Embryonenforschung werden ständig menschliche Lebewesen zerstört, ohne Krankheiten zu heilen“, so Liese abschließend.

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Schlagworte: embryonale Stammzellen, Embryonen, Embryonenforschung, Ethik, Gen- und Biotechnologie, Gentechnologie, Gesundheit, Klonen, Stammzellen, Stammzellenforschung