CO2-Gebäudesanierung: Positive Bilanz 2007 und zusätzliche Initiativen für 2008

Energieeffizientes Bauen und Investitionen in die Gebäudesanierung leisten einen großen Beitrag zum Klimaschutz

Die Bundesregierung fördert energieeffizientes Bauen und Investitionen in die Gebäudesanierung mit den KfW-Programmen „CO2-Gebäudesanierung“, „Wohnraum Modernisieren (ÖKO-PLUS-Variante)“ und „Ökologisch Bauen“.

2007 wurden rund 80.000 zinsgünstige Kredite und Zuschüsse mit einem Volumen in Höhe von 5 Milliarden Euro bewilligt. Damit wurden mehr als 200.000 Wohnungen zu energieeffizienten Wohnungen umgebaut oder neu errichtet. Das Programm „Ökologisch Bauen“, das den Bau energetisch hochwertiger Neubauten fördert, erreichte im Jahr 2007 das Zusagevolumen des Ausnahmejahres 2006.

Die Nachfrage nach energieeffizenten Neubauten ist damit im Gegensatz zum allgemein rückläufigen Wohnungsneubau stabil geblieben. Die Förderprogramme haben nicht nur positive Auswirkungen auf das Klima, sondern auch auf den Arbeitsmarkt. Etwa 220.000 Arbeitsplätze werden jährlich aufgrund der geförderten Investitionen in der mittelständischen Bauwirtschaft und im Handwerk in Deutschland gesichert oder geschaffen, ergab die Studie eines Wissenschaftskonsortiums unter Leitung des Bremer Energie Institutes (BEI).

Der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese begrüßt diese Entwicklung. „Die Investitionen in energieeffizientes Bauen und die Investitionen in die Gebäudesanierung leisten einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Zudem reduzieren sie Energiekosten und senken den Gas- und Ölverbrauch.“

Zusätzliche Initiativen werden ab 2008 das Programm ergänzen:

  • Für die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude in den Gemeinden, wie Schulen, Turnhallen und Kindergärten, haben Bund, Länder und Kommunen den Investitionspakt mit einem Volumen von 600 Millionen Euro beschlossen. Mit Zuschüssen aus diesem Programm können finanzschwache Kommunen ihre Gebäude energetisch sanieren. Schätzungsweise 600 Schulen oder 1200 Kitas können mit diesen Mitteln energetisch auf „Neubauniveau“ gebracht werden. Die damit eingesparten Heizkosten werden die Kommunen langfristig auch finanziell entlasten.
  • Weil die Energie- und CO2-Einspareffekte stark von guter Planung und sachgerechter Ausführung abhängen, wird seit 2008 für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern ein Zuschuss für Baubegleitung bei Sanierungen gewährt, wenn das Niveau eines Neubaus erreicht oder die Vorgaben der EnEV (Energieeinsparverordnung) übertroffen werden. Dabei werden die Kosten für Energieberatung und Baubegleitung bis zu 1.000 Euro pro Wohneinheit bezuschusst.
  • Die Förderung des Austausches von veralteten Nachtstromspeicherheizungen ist nun auch durch Zuschüsse anstatt wie bislang nur über zinsvergünstigte Kredite möglich. Zudem wurde die Förderung quartiersbezogener Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden aufgenommen. Zur Umsetzung dieser neuen Aufgaben sowie zur Erschließung der erheblichen weiteren Einsparpotenziale im Gebäudebereich werden die KfW-Programme in diesem Frühjahr umfassend umstrukturiert.

Für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm stellt die Bundesregierung von 2006 bis 2009 rund vier Milliarden Euro zur Verfügung. Sie will das Programm auf dem jetzigen Niveau bis 2011 weiterführen.

Informationen zum CO2-Gebäudesanierungsprogramm bietet das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung auf seiner Internetseite an. Energieeffizientes Bauen und Investitionen in die Gebäudesanierung leisten einen großen Beitrag zum Klimaschutz.

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Schlagworte: Arbeitsplätze, Bauen, Bauwirtschaft, Energieeffizienz, Handwerk, Klimaschutz, Mittelstand, NRW, Umweltschutz, Zuschüsse