Zu viele Menschen sterben auf der Warteliste

Zu viele Menschen sterben auf der Warteliste
Peter Liese wirbt im Europäischen Parlament für Fortschritte bei der Organspende / Nordrhein-Westfalen kann noch einiges verbessern

„Zu viele Menschen, die dringend auf ein Spenderorgan warten, versterben auf der Warteliste.“ Dies erklärte der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete und Arzt Dr. Peter Liese angesichts einer Diskussion im Europäischen Parlament über die Verbesserung der Organspende.

„Jeden Tag sterben in der EU zehn Menschen, weil ein Spendeorgan, z.B. eine Lunge oder ein Herz, nicht zur Verfügung steht. Es ist traurig, dass zwar über 90 Prozent der Bürgerinnen und Bürger im Falle einer Erkrankung ein Spenderorgan annehmen, dass aber nur ein Bruchteil der Bevölkerung einen Organspendeausweis mit sich führt. Außerdem ist es sehr bedauerlich, dass durch zeitliche Überforderung von Ärzten und organisatorische Probleme in den Krankenhäusern viele potenzielle Organspender nicht erfasst werden“, so Peter Liese. Die Spenderaten seien in den europäischen Ländern sehr unterschiedlich. Vorbildlich sei Spanien mit 35 Organspenden pro eine Million Einwohner, Deutschland liege nur etwa bei der Hälfte der Organe. Auch innerhalb Deutschlands gebe es große Unterschiede, und leider sei Nordrhein-Westfalen hier gegenüber anderen Bundesländern, wie z.B. Mecklenburg-Vorpommern, sehr schlecht aufgestellt.

„Ich unterstütze die Bemühungen u.a. der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Landesregierung, hier Abhilfe zu schaffen. Wichtig ist eine bessere Aufklärung der Bevölkerung. Jeder sollte sich mit dem Thema auseinandersetzen und wenn möglich einen Organspendeausweis haben. Formulare für Spendeausweise gibt es im CDU-Europabüro für Südwestfalen. Wichtig ist aber auch eine Verbesserung der Organisation in den Krankenhäusern. Zum Beispiel hat sich in der Mecklenburg-Vorpommern und in Spanien die Einführung von Transplantationskoordinatoren sehr bewährt“, so Liese abschließend.

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Schlagworte: Gesundheit, Gesundheitsversorgung, Nordrhein-Westfalen, Organspende, Organtransplantation, Transplantationsmedizin