Großes Potential für Arbeitsplätze in Südwestfalen
Vertreter des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission und des Ministerrates haben sich in der Nacht auf Dienstag auf eine Richtlinie zur Förderung der erneuerbaren Energien in der Europäischen Union geeinigt. Mit dieser Richtlinie soll das verbindliche Ziel der EU erreicht werden, im Jahr 2020 20% der Energie aus erneuerbaren Quellen herzustellen.
Die Einigung setzt den Beschluss des Europäischen Rates von 2007 um, der unter Federführung von Angela Merkel erreicht worden ist. Die Richtlinie bezieht sich sowohl auf Strom aus erneuerbaren Energien, als auch auf Kraftstoffe und erstmals wird auch die Förderung von Wärme aus erneuerbaren Energien in der Europäischen Union verbindlich festgeschrieben.
Diese Einigung betrifft ein Herzstück des Klima- und Energiepaketes, aus meiner Sicht sogar den wichtigsten Teil. Als die Diskussionen Anfang 2007 begannen hat niemand die verbindliche Festschreibung der Förderung erneuerbarer Energien in der Europäischen Union für möglich gehalten. Angela Merkel hat dieses Ziel auf dem Gipfel durchgesetzt und die heutige Einigung stellt sicher, dass es auch erreicht wird.
Besonders freue ich mich über die Einbeziehung von Wärme aus erneuerbaren Energien. Nicht Greenpeace, sondern ein deutscher Industrieverband hat sich zum Ziel gesetzt, dass schon 2015 80% aller Investitionen im Bereich der Wärmeversorgung, das heißt in Neubauten und bei der Erneuerung der Heizungsanlage, erneuerbare Energien umfassen.
Die Quote von 40% ist bereits heute erreicht. Natürlich wird es eine Zeit dauern, bis wir den Bestand an alten Heizungskesseln erneuert haben. Aber der solaren Wärme, der Biomasseheizung und der Erdwärme gehört die Zukunft. Dadurch werden wir unabhängiger von Öl und Gas, bei denen wir trotz der derzeitigen Abschwächung schon in Kürze wieder mit sehr hohen Preisen rechnen müssen. Wir werden unabhängiger von problematischen Regimen, wie Russland und den Ländern im Nahen Osten und wir helfen dem Klima.
Ich bin davon überzeugt, dass wir nach einer entsprechenden Förderung in allen europäischen Ländern sehr bald einen sich selbst tragenden Aufschwung im Bereich der erneuerbaren Energien erreichen. Denn wenn alle EU Länder in die gleiche Richtung arbeiten, werden die Produktionskosten für die Anlagen sinken. Angesichts der steigenden Kosten für fossile Energieträger werden die Erneuerbaren dann Ihren Siegeszug auch ohne staatliche Förderung langfristig fortsetzen.Für Südwestfallen bedeutet die Einigung eine große Chance. Im Bereich der erneuerbaren Energie, zum Beispiel bei der Pelletheizung, sind wir weiter als viele andere in Europa. Viele Unternehmen haben sich in diesem Bereich gut aufgestellt. Das wurde auch bei der Fachveranstaltung deutlich, die ich vor wenigen Wochen mit Vertretern von Unternehmen und Umweltverbänden aus ganz Südwestfalen durchgeführt habe.
Schlagworte: CO2-Emissionen, Energieversorgung, Erneuerbare Energien, Klimaschutz, Umwelt- und Klimaschutz, Wärmeversorgung



















