Gas-Streit: EU zeigt Handlungsfähigkeit

Mittelfristig auf erneuerbare Energien, Energieeffizienz und längere Laufzeiten bei Kernenergie setzen
Europäischen Union erzielt vorläufige Einigung im Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland

In der Nacht zum Freitag hatten sich die Ukraine und Russland grundsätzlich darauf verständigt, EU-Beobachtern den Zugang zu den Gaspipelines zu ermöglichen. Russland hatte daraufhin erklärt, dass die Gaslieferungen so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden. Die Europäische Union hat Handlungsfähigkeit bewiesen. Zwar muss man jetzt sehr genau darauf achten, dass die Vereinbarung auch möglichst schnell umgesetzt wird, aber ein erster Schritt ist getan. Das freut mich insbesondere für die Hunderttausenden von Menschen in Mittel- und Osteuropa, die völlig unschuldig unter dem Streit leiden.

Mittelfristig müssen wir aber angesichts der erneut aufgetretenen Probleme zwischen Russland und den Transitländern noch stärker auf Alternativen zum Gas zu setzen. Wir müssen das Ziel, die erneuerbaren Energien auszubauen und Energieeffizienz zu verbessern, jetzt mit noch größerem Engagement weiterverfolgen. Die Abhängigkeit vom russischen Erdgas wird meiner Einschätzung nach in den nächsten Jahren immer mehr zu Problemen führen. Außerdem spricht jetzt noch mehr dafür, die Laufzeiten der Kernkraftwerke zu verlängern. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind die Technologien der Zukunft. Aber in den nächsten 20 Jahren würde der Verzicht auf die Kernenergie zu einer erhöhten Produktion von Strom aus Gas führen und damit die Abhängigkeit mit allen Nachteilen weiter verschärfen.

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Schlagworte: Energieeffizienz, Energieversorgung, Erneuerbare Energien, Gas, Versorgungssicherheit