Klassische Glühbirne wird schrittweise verschwinden / Kein Zwang zur Energiesparlampe
Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat die Maßnahme der Europäischen Union zur Verbesserung der Energieeffizienz im Bereich der privaten Beleuchtung mit großer Mehrheit bestätigt.
Im Dezember hatte ein Regelungsausschuss aus Vertretern der Europäischen Kommission und Experten der Mitgliedstaaten (für Deutschland aus dem Bundeswirtschaftsministerium) einen Energieeffizienzstandard verabschiedet, der dazu führt, dass die traditionelle Glühbirne schrittweise vom Mark verschwindet. Die Experten erfüllten damit einen Auftrag des Europäischen Parlaments und des Gipfels der Staats- und Regierungschefs unter Leitung von Angela Merkel. Einige Abgeordneten hatten versucht, die Maßnahme noch zu stoppen. Dieses allerdings lehnte der Ausschuss mit deutlicher Mehrheit ab.
Dr. Peter Liese und Karl-Heinz Florenz, Mitglieder im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments sagten dazu: „Die Diskussionen, die in den letzten Wochen im Parlament und der Öffentlichkeit geführt wurden, waren sinnvoll und notwendig. Nach der Veröffentlichung des Textes im Dezember gab es viele Missverständnisse. Es gibt keinesfalls einen Zwang zur Energiesparlampe. Verbraucher, die aus welchem Grund auch immer Bedenken gegenüber Energiesparlampen haben, können auf Halogenleuchtmitteln, und in Zukunft auch auf LED-Leuchtmittel, umsteigen.“ Die beiden Politiker weisen darauf hin, dass neben Effizienzstandards auch Qualitätsstandards eingeführt würden. Energiesparlampen, die nur vorgeben, Strom zu sparen, dürften in Zukunft nicht mehr verkauft werden. Auch die Haltbarkeit und andere Eigenschaften werde sehr viel besser überprüft. „Unter dem Strich ist die Maßnahme sinnvoll. Sie nutzt dem Klimaschutz und führt dazu, dass der Verbraucher in Europa insgesamt 5 Milliarden Euro bei der Stromrechnung spart. Dies kann in vielen Haushalten über 100 Euro pro Jahr sein. Die Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums haben hier ein sehr gutes Verhandlungsergebnis erzielt. Es ist kein Nachteil, dass in diesem Fall Industrie und Umweltverbände die gleichen Interessen vertreten haben. Vielmehr zeugt es davon, dass hier ein sinnvoller Kompromiss und Interessenausgleich gefunden wurden.“
Liese und Florenz machen jedoch darauf aufmerksam, dass die Diskussion mit dem heutigen Tag noch nicht beendet sei. Im Gegenteil – „die Bundesregierung und die Europäische Kommission müssen nun gemeinsam mit dem Europäischen Parlament die Öffentlichkeit offensiv über das Thema informieren“, forderten Liese und Florenz abschließend.
Schlagworte: Energieeffizienz, Energiesparlampe, Glühlampe, Klimaschutz, Umwelt- und Klimaschutz




















