Sieben Gründe zur Europawahl zu gehen

2. Wir sind für den Mittelstand und gegen überzogene Bürokratie

Viele Menschen klagen über überzogene bürokratische Anforderungen und zwar nicht nur auf europäischer, sondern auf allen politische Ebenen. Dabei ist natürlich nicht alles richtig, was die Zeitungen über so manchen Unfug aus Brüssel berichten, doch es gibt in der Tat so manche verrückte Idee, die in Europa geboren wird. Aber wir können etwas dagegen tun. Ich engagiere mich gegen sinnlose Überbürokratie und für Erleichterung, insbesondere für den Mittelstand. Auch beim Thema Bürokratieabbau gilt für mich die Devise: „Vorfahrt für den Mittelstand.“ So bin ich beispielsweise sofort aktiv geworden, als mich vor einigen Wochen die Bäcker aus Südwestfalen gebeten haben, gegen das so genannte „Salz im Brot-Verbot“ vorzugehen.

Es gab vor einigen Monaten einen Vorschlag der Europäischen Kommission, der vorsah, dass ein deutsches Vollkornbrot nicht mehr als gesund bezeichnet werden sollte, wenn es so viel Salz enthält, wie es zur traditionellen Herstellung benötigt.

Die Bäcker und auch viele Verbraucher fürchteten daher ein salz- und damit geschmacksarmes EU-Kommissionsbrot. Nicht nur beim Kommissionspräsidenten, sondern auch bei der zuständigen Gesundheitskommissarin habe ich mich erfolgreich gegen diesen Unsinn eingesetzt. Ein deutsches Vollkornbrot ist und bleibt gesund und das muss man auch sagen dürfen, ohne Zensur durch die Europäische Kommission.

Nicht minder unsinnig war ein Vorschlag der Sozialdemokraten im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz: Diese forderten ein Verbot des Ü-Eis. Die beliebten Überraschungseier sollten verboten werden. So schlug es jedenfalls die Ausschussvorsitzende, unterstützt durch die sozialdemokratische Fraktion im zuständigen Fachausschuss vor. Angeblich könnten Kinder demnach nicht zwischen essbarer Schokolade und nicht essbarem Spielzeug unterscheiden. Ich habe vor meiner Wahl ins Europäische Parlament in der Kinderklinik Paderborn gearbeitet. Dort hatten wir tatsächliche Probleme, weil Kinder alles Mögliche verschlucken. Erdnüsse, Apfelstücke und vieles mehr. Aber niemals habe ich oder irgendeiner meiner ärztlichen Kollegen in Deutschland festgestellt, dass ein Kind durch ein Überraschungsei zu Schaden gekommen ist.

Deswegen war der Vorschlag der Sozialdemokraten Unsinn und es ist gut, dass wir diesen Unsinn verhindert haben. Auch zukünftig werde ich mich entschieden gegen solche bürokratischen Auswüchse wehren.

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Schlagworte: Arbeitsplätze, Emissionshandel, Erneuerbare Energien, Ethik, EU-Erweiterung, Europawahl, Gesundheit, Kinder, Klonen, Kyrill, Menschenwürde, PFT, Stammzellenforschung, Südwestfalen, Tourismus, Umweltschutz, Video, Wirtschaft