Südwestfalen muss Interesse am Erfolg von Klimakonferenz in Kopenhagen haben

Klimawandel bedroht auch unsere Region / Klimaschutz ist Chance für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze

Die Region Südwestfalen muss ein dringendes Interesse an einem Erfolg der Klimakonferenz in Kopenhagen haben.Stürme wie Kyrill und Starkregenereignisse werden deutlich zunehmen, wenn die Konferenz scheitert. Für den Wintersport werden die Bedingungen sehr viel schlechter und Erkrankungen wie Malaria, die es bisher nur in tropischen Ländern gibt, können auch in Mitteleuropa und damit in Südwestfalen auftreten, wenn sich die Temperaturen stark erwärmen.

Ein engagierter Klimaschutz ist zugleich eine Chance für Arbeitsplätze und Wachstum in Südwestfalen. Viele mittelständische Unternehmen bieten die Technologien, die Deutschland, Europa und die Welt brauchen um den Klimawandel zu bekämpfen. Dies zeigt sich u.a. daran, dass in den letzten Jahren zweimal der Deutsche Umweltpreis an Unternehmen aus Südwestfalen verliehen wurde.

Die Automobilzulieferindustrie liefert die Teile und Methoden um Pkws und LKWs sparsamer und damit CO2-ärmer zu machen. Allein mit der Technologie aus dem Hause Hella kann einen Ford Focus von 119 Gramm auf 104 Gramm CO2 pro Kilometer gebracht werden. Dies entspricht etwa einem halben Liter Kraftstoffeinsparung pro 100 Kilometer.
Im Bereich der erneuerbaren Energien können die Land- und Forstwirtschaft und viele Innovative Unternehmen profitieren.

Der Emissionshandel bietet in der jetzigen Form große Chancen auch für die energieintensive Industrie, da diese Firmen auf dem neuesten Stand der Technik sind und einen Vorteil gegenüber denen haben, die sich noch anpassen müssen.

Wichtig ist, dass der Flugverkehr in ein internationales Abkommen einbezogen wird. Bisher ist im Abkommen von Kyoto der Flugverkehr vollständig ausgenommen. Dies bedeutet eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Naherholungsgebiete und zugunsten der Billigflieger. Durch die sogenannte Ökodesignrichtlinie will die Europäische Union Energiefresser Schritt für Schritt vom Markt verschwinden lassen und energiesparende Technologien fördern.

Im Gegensatz zu einigen Beobachtern glaube ich nicht, dass die Konferenz bereits gescheitert ist. Zwar wird es kein rechtverbindliches Abkommen geben, aber die Ziele die jetzt schon auf dem Tisch liegen, sind ein Riesenfortschrittgegenüber dem Abkommen von Kyoto, und die Tatsache, dass über 60 Staats- und Regierungschefs anreisen, wird nicht ohne Folgen bleiben.

Hintergrundpapier: Klimakonferenz in Kopenhagen und Südwestfalen

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Schlagworte: Klimakonferenz, Klimaschutz, Klimawandel, Kopenhagen, Kyrill, Starkregenereignisse