Initiative von EU-Kommissarin Cecilia Malmström zum Sperren von
Internetseiten nachhaltig unterstützt
EU-Kommissarin Cecilia Malmström hatte vor einigen Wochen vorgeschlagen, auf
europäischer Ebene Internetseiten mit kinderpornografischem Inhalt zu sperren,
sofern sie sich nicht löschen lassen, weil der Server zum Beispiel im
außereuropäischen Ausland steht. Dies war auf massive Kritik gestoßen. Kritiker
warfen Malmström Zensur wie in China vor. Cecilia Malmström wird im Internet
als „Censilia“ tituliert, was das Wort „censorship“ (engl. für Zensur) aufgreift.
Ich halte die Angriffe gegen Cecilia Malmström für völlig inakzeptabel. Aus ihrer
Arbeit als Europaabgeordnete und schwedische Europaministerin kenne ich sie
seit Jahren und weiß, dass sie immer für Freiheit steht.
Aber Freiheit muss dort Grenzen haben, wo sie zum Beispiel in Form von Kinderpornografie missbraucht
wird. Aus meiner beruflichen Erfahrung als Arzt unter anderem in einer
Kinderklinik weiß ich, wie sehr sexueller Missbrauch Kinder für ihr gesamtes
Leben schädigt.
Auch Patrick Sensburg betont: „Das Sperren von Internetseiten mit
kinderpornografischen Inhalten muss auch weiterhin als „Ultima Ratio“ möglich
sein. Über die Hälfte von kinderpornographischen Internetseiten im Ausland sind,
trotz Anzeige durch das BKA, auch nach einer Woche noch online; im Juni 65 %,
im Juli 63 %. Es geht um die schwersten Verbrechen an kleinen Kindern. Hier
muss der Staat ein ganz klares Unwerturteil durch das Sperren aussprechen. Es
handelt sich hier auch nicht um eine Zensur im Internet.
Sensburg: „Es gibt kein Recht, sich im Internet über gequälte Kinder zu informieren und sich solche Filme und Bilder anzuschauen. Ganz im Gegenteil hat der Staat die Pflicht, die Rechte der missbrauchten Kinder zu schützen und das machen wir mit dem Sperren dieser ekelhaften Internetseiten“.
Schlagworte: Internet-Sperre




















