Forderung nach stabilen Rahmenbedingungen / Vorschlag von Kommissar Oettinger wichtige Grundlage
Nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat der Bundestag parteiübergreifend den Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 beschlossen. Doch viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich, wie die Kernenergie ersetzt werden kann, ohne dass wir noch stärker vom russischen Gas abhängig werden und wie einer unzumutbaren Erhöhung der Strompreise entgegen gewirkt werden kann.

Karl-Friedrich Bublitz (Obermeister der Fachinnung SHK Siegen), Dr. Peter Liese, Frank Ebisch (Bereichsleiter ZVSHK, St. Augustin) und Wolfgang Schlüter (Geschäftsführer der Firma Capito, Neunkirchen bei einem Gespräch in der Firma Erwin Rübsamen GmbH in Siegen
Gemeinsam mit Vertretern des heimischen Handwerks bin ich der Ansicht, dass Energieeffizienz die Antwort ist. Jede Kilowattstunde Strom, die wir nicht verbrauchen, braucht nicht teuer produziert werden und wir brauchen auch keine teuren Leitungen oder Reservekraftwerke dafür. Das Gleiche gilt für jeden Kubikmeter Gas oder jeden Liter Öl. Energieeffizienz ist mit Abstand der kostengünstigste Teil der Energiewende.
Ich unterstütze daher auch den Vorschlag von EU-Energiekommissar Oettinger mit dem es gelingen soll, in Europa bis 2020 20 Prozent der Energie einzusparen. Der Vorschlag bietet riesige Chancen für das Handwerk und die heimische Industrie die im Bereich der Energieeffizienz bereits große Fortschritte gemacht haben.
Der Vorschlag von Kommissar Oettinger geht in die richtige Richtung, er muss aber aus Sicht des Handwerks noch verbessert werden. So fordert das Handwerk, das in die Richtlinie Vorschriften aufgenommen werden, die verhindern, dass die großen Energieversorgungsunternehmen den Markt für Energieeinsparung alleine unter sich aufteilen.
Auch muss der stop-and-go-Effekt endlich beendet werden. Die bisherige Förderung von Energieeffizienz und auch von erneuerbarer Energien im Gebäudebereich ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Fördersätze zum Teil kurzfristig ändern. Oft ist bis Februar noch kein Geld vorhanden weil der Haushalt nicht verabschiedet ist und im Herbst ist der Topf schon wieder leer.
Wenn wir wollen, dass sich der Markt entwickelt und damit auch die Kosten für Energieeffizienz herunter gehen, brauchen wir eine kontinuierliche Förderung über mehrere Jahre. Kommissar Oettinger hat hier gute Vorschläge gemacht.
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Schlagworte: Atomkatastrophe, Ausstieg aus der Kernenergie, Energieeffizienz, Energieeinsparung, Energieversorgungsunternehmen, Energiewende, Fukushima, Gas, Handwerk, Kernenergie, Oettinger, Öl, Strompreise




















