Problem der Entsorgung von Energiesparlampen gelöst

Sammelbox für Elektro-Kleinschrott wird Entsorgung erleichtern und Wertstoffe zurückgewinnen

Die Entsorgung von Energiesparlampen wird in Zukunft in ganz Europa für den Bürger erheblich einfacher werden. Die Händler werden in Zukunft verpflichtet, in ganz Europa flächendeckend kleine Elektrogeräte zurückzunehmen, ohne dass für den Kunden die Pflicht besteht, ein neues Gerät zu kaufen. Die heute verabschiedete Elektroschrott-Richtlinie (Bericht Florenz) sieht vor, dass dies durch das Aufstellen von Sammelboxen, etwa in Baumärkten oder Elektrogeschäften, geschehen soll.

Insbesondere das Problem des Quecksilbergehalts in Energiesparlampen wird durch die neue Regelung gelöst. Bislang waren viele Lampen einfach im Hausmüll gelandet – und damit die Schadstoffe in der Umwelt. Die Entsorgung von Energiesparlampen war bislang oft schwierig. In meiner Heimatstadt Meschede etwa ist der Wertstoffhof nur einmal in der Woche, dienstags bis 15:30 Uhr geöffnet, wenn der Normalbürger arbeiteten muss. Diese Situation musste dringend verbessert werden, denn bei nicht-fachgerechter Entsorgung können Schadstoffe, wie etwa das in Energiesparlampen enthaltene Quecksilber, in die Umwelt gelangen. Allerdings bestand auch vorher kein Quecksilberalarm. In den bis vor wenigen Jahren handelsüblichen Quecksilber-Thermometern war über 200-mal mehr Quecksilber enthalten. Daher habe ich entsprechenden die Anträge für die Rücknahmeregelung in die Richtlinie eingebracht.

Auch Handys, Rasierer und andere Geräte, die man bislang monatelang im Keller lagern musste, bis sich die Fahrt zum Wertstoffhof lohnt, können zurückgegeben werden.

In vielen Mitgliedsstaaten befinden sich gute Systeme zur Rücknahme von Energiesparlampen und anderen Leuchtmitteln im Aufbau, zum Beispiel in Deutschland das Rücknahmesystem Lightcycle (www.lightcycle.de). Wir haben einen bürgerfreundlichen Kompromiss mit dem Rat gefunden. Wenn die Hersteller kein funktionierendes Rücknahmesystem aufbauen, dann sollen die Mitgliedsstaaten diese Sammelboxen zur Pflicht machen. Das ist auch wichtig für die Rückgewinnung der wertvollen Rohstoffe in Energiesparlampen, wie etwa seltenen Erden. Der Preisanstieg für den Import von seltenen Erden hatte zuletzt dazu geführt, dass Energiesparlampen teurer wurden.

Ich appelliere an die Mitgliedstaaten, ein funktionierendes und einfaches Rücknahmesystem zur Pflicht zu machen, wenn die bisherige Entsorgung mit übertriebenem Aufwand für die Bürger verbunden ist.

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Schlagworte: Elektro-Kleinschrott, Elektroschrott-Richtlinie, Energiesparlampen, Entsorgung von Energiesparlampen, Quecksilber, Quecksilbergehalt, Sammelbox, Wertstoffe