Im Januar 2007 fegte der Orkan „Kyrill“ über Europa hinweg und hinterließ eine breite Schneise der Verwüstung. Unsere Region Südwestfalen war sehr viel stärker betroffen als jede andere Region in Deutschland und Europa. Fünf Menschen kamen in der Sturmnacht oder bei den Aufräumarbeiten ums Leben. Riesige Waldflächen, von den heimischen Waldbauern in Jahrzehnten mühsamer Arbeit aufgebaut, wurden zerstört. Hinzu kamen erhebliche Schäden an der öffentlichen und privaten Infrastruktur sowie für den Tourismus.
Engagement nach der Katastrophe
Unmittelbar nach dem Sturm sah ich es als meine dringlichste Aufgabe an, mich für eine schnelle und vor allem unbürokratische Hilfe durch die EU stark zu machen. Wichtig war nicht nur der finanzielle Aspekt. So vermittelten meine Mitarbeiter und ich Kontakte zu Säge- werken im europäischen Ausland und wir überzeugten das Bundesverkehrsministerium nach einigen Schwierigkeiten davon, dass ausländische Lkws beim Abtransport des Holzes helfen durften.
Finanzielle Hilfe aus der EU
Besonders schwierig war das Bemühen um finanzielle Mittel aus der Europäischen Union. Denn leider erlangte Kyrill außerhalb Südwestfalens zunächst nicht die notwendige Aufmerksamkeit. Obwohl nach objektiven Zahlen der Schaden durch Kyrill in Deutschland doppelt so hoch war wie bei der Brandkatastrophe in Griechenland 2007, war das Bild in den Medien ein komplett anderes. Aber durch hartnäckigen Einsatz gelang es mir, gemein- sam mit unserem Umweltminister Eckhard Uhlenberg und anderen, für Deutschland 166, 9 Mio. Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds für die Beseitigung der Schäden freizumachen. Der Löwenanteil dieses Geldes wird in Nordrhein-Westfalen, insbesondere in Südwestfalen, verteilt.
Konkrete Hilfe für Südwestfalen
„Ohne den unermüdlichen Einsatz des südwestfälischen Europaabgeordneten Dr. Peter Liese wäre die Bewältigung dieser Naturkatastrophe in der kurzen Zeit nicht möglich gewesen!“
Paul Breuer, Landrat Kreis Siegen-Wittgenstein
20,35 Millionen Euro flossen allein in die Reparatur von Landstraßen. 47,7 Millionen Euro wurden von den Kommunen in Südwestfalen für die Beseitigung der Schäden investiert.
Maßnahmen von Städten und Gemeinden Die Mittel flossen insbesondere in die Wiederherstellung kommunaler Straßen sowie der Forst-und Waldwege. Darüber werden die Kosten für die Einsätze der Feuerwehren und den Wieder aufbau kommunaler Einrichtung erstattet. Die Aufteilung des Geldes auf die Städte und Gemeinden erfolgt nach Schadensgröße in Festmeter Holz. Für die Waldbauern wird noch jahrelange Hilfe und Einsatz zur Wiederaufforstung notwendig sein. Ansonsten sind die Schäden durch den Sturm Kyrill aber fast vollständig überwunden und die EU-Mittel haben einen wichtigen Beitrag dazu geleistet. Heute können wir stolz sagen, dass es in Südwestfalen schöner als je zuvor ist.




