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So funktioniert die Energiewende vor Ort: Wärme für die Industrie und Strom zur Stabilisierung des Netzes

Peter Liese und Heinrich Frieling besuchen Biogasanlage in Ense / Lob für Betreiber vor Ort, Kritik an Landesumweltminister Remmel


„So kann die Energiewende funktionieren. Was in Ense geleistet wird, ist vorbildlich“, dies war das einhellige Resümee nach einem Besuch von Dr. Peter Liese und Heinrich Frieling. Liese und Frieling informierten sich über die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen vor Ort. Dabei ging es vor allem um die Biogasanlage der Enser Biogas GmbH & Co.KG. Georg Busemann und Andreas Düser, zwei Vertreter der Biogas GmbH erläuterten, dass die Anlage ca. 20 Mio. kWh Strom produziert, der ins Netz eingespeist wird. Die Motoren nehmen zusätzlich am Regelenergiemarkt teil – gleichen also Schwankungen im Netz aktiv aus und sorgen somit für die Systemstabilität.

Zukünftig kann die Strom-Produktion nach Angebot und Nachfrage ausgereichtet werden, und zwar vor allem dann, wenn andere erneuerbare Energiequellen wie Wind und Sonne nicht ausreichend Strom zur Verfügung stellen. Damit werden die Schwankungen, die durch in Ense produzierten Wind- und Sonnenstrom entstehen, zum größten Teil ausgeglichen. Heinrich Frieling hatte bereits in seiner Haushaltsrede als Fraktionsvorsitzender der CDU Fraktion in Ense darauf hingewiesen, dass in Ense zeitweilig mehr erneuerbarer Strom hergestellt wird, als insgesamt an Strom in Ense verbraucht wird. Davon sollen die Bürger in Zukunft stärker profitieren, indem man beispielsweise in Korporation mit Nachbarkommunen die Energieversorgung selbst in die Hand nimmt. Zusätzlich erzeugt die Anlage 10-12 Mio. kWh Wärme, die im anliegenden Gewerbegebiet von Industriebetrieben genutzt wird. Damit werden über 1 Mio. Liter Heizöl eingespart. Kritik übten Liese und Frieling erneut an dem schleppenden Genehmigungsverfahren für das Repowering in Ruhne. „Anders als in anderen Kommunen, wird die Windkraft in Ense von der Bevölkerung akzeptiert und der Abbau von drei bestehenden kleineren Windkraftanlagen wäre für den Naturschutz ein Vorteil, wurde und wird aber aus ideologischen Gründen jahrelang blockiert“, so Liese und Frieling. 

© Dr. med. Peter Liese, MdEP 2017