Gemeinsamer Standpunkt des Rates zur Arbeitszeitrichtlinie inakzeptabel, aber Kompromisse nötig um Änderungen zu erreichen / Auch Ärzte in Südwestfalen betroffen
„Der gemeinsame Standpunkt des Ministerrates ist für mich absolut inakzeptabel. Er kann dazu führen, dass Ärzte und andere Arbeitnehmer praktisch am Arbeitsplatz wohnen müssen, ohne dass dies gegen die europäische Arbeitszeitrichtlinie verstößt.“ Dies erklärte der heimische CDU-Europaabgeordnete und Arzt Dr. med. Peter Liese angesichts der am Mittwoch anstehenden Abstimmung des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten des Europäischen Parlaments zur Arbeitszeitrichtlinie. „Der Kommissionsvorschlag ist bei vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, insbesondere bei Ärztinnen und Ärzten, schon auf berechtigte Kritik gestoßen. Was die Frage des Bereitschaftsdienstes angeht, hat ihn der Rat noch verschlimmert. Entgegen dem Kommissionsvorschlag ist es nun möglich, dass der sogenannte inaktive Bereitschaftsdienst jetzt auch als Ruhezeit angerechnet wird. Dies bedeutet, dass die Obergrenze von 78 Stunden, während derer ein Arbeitnehmer gezwungen werden kann am Arbeitsplatz anwesend zu sein, noch einmal aufgeweicht wird. Dies halte ich für inakzeptabel, zumal der Rat im gleichen Text von einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf spricht“, so Liese. Weiterlesen »