Liese fordert Hoff auf, die Kritiker zu unterstützen

Als großen Skandal bezeichnete es Dr. Peter Liese, daß die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament trotz neu bekannt gewordener Vorwürfe gegen die französische Kommissarin Edith Cresson einen Rücktritt dieser Kommissarin ablehnen.
Nachdem ein Mitglied der sozialistischen Fraktion in dieser Woche den Rücktritt verlangt hatte (Michael Tappin), wurde er von der Fraktionsspitze brüsk zurückgepfiffen. Dazu Liese: „Der Rücktritt von Frau Cresson ist längst überfällig. Meine Fraktion hatte gemeinsam mit Liberalen und Grünen schon im Januar einen entsprechenden Antrag eingereicht. Dieser wurde jedoch von den Sozialdemokraten abgelehnt.

Das Komitee der Weisen, das die Mehrheit des Parlamentes auf Antrag der Sozialdemokraten beschlossen hat, kostet sehr viel Geld und wird voraussichtlich keine wichtigen neuen Erkenntnisse bringen.

Die bisherigen Erkenntnisse reichen aus. Es müssen jetzt endlich Konsequenzen gezogen werden, damit mit dem Geld der europäischen Steuerzahler in Zukunft sparsamer umgegangen wird“, so Liese. Er forderte die heimische SPD-Abgeordnete Hoff (Hagen), die für die SPD den Märkischen Kreis und die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein vertritt, auf, die Kritiker in ihrer Fraktion, wie z.B. Herrn Tappin, zu unterstützen und die Fraktionsführung von ihrem unverantwortlichen Kurs abzubringen.

Zur Information 1. Absatz VWD-Artikel
Die SPE-Fraktion läßt Edith Cresson nicht fallen

Brüssel (vwd) - Die sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament weist die Äußerungen ihres Obmanns im Haushaltskontrollausschuß, Michael Tappin, über EU-Kommissarin Edith Cresson zurück. Am Dienstag hatte Tappin anläßlich einer Sitzung des Ausschusses über die Haushaltsführung 1997 der EU-Kommission den Rücktritt von Cresson wegen Korruption gefordert. Die SPE-Fraktion bekräftigte am Mittwoch, sie werde nicht über das weitere Vorgehen gegen die EU-Kommission entscheiden, bevor die Expertengruppe zur Untersuchung angeblicher Vetternwirtschaft und Korruption in der EU-Behörde ihre Arbeit beendet habe. Die Experten sollen bis zum 15. März einen Bericht vorlegen.

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