Durch das sogenannte "Repowering", das heißt der Ersatz von älteren, nicht so leistungsfähigen durch moderne, leistungsfähige Windenergieanlagen, kann bei deutlich weniger Einzelanlagen die Stromerzeugung durch Windenergie enorm gesteigert werden. EnerconDies ist eines der Ergebnisse meines Besuches bei ENERCON GmbH, in Ense. In der Gemeinde Ense sollen beispielsweise mittelfristig die über 45 bestehenden Windenergieanlagen durch ca. 15 neue, größere und leistungsfähigere Anlagen ersetzt werden, die den 2 bis 3-fachen Strom produzieren können. Ich begrüße die Bemühung, da dieses einen guter Kompromiss zwischen dem Ziel der Stromerzeugung aus Windenergie und Interessen der Anlieger darstellt.

Die Europäische Union hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 insgesamt 20% der Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Im Stromsektor kann das Ziel nur durch einen erheblichen Anteil von Windenergie erreicht werden. Windenergie hilft dem Klimaschutz und schafft zahlreiche Arbeitsplätze, nicht nur in der Herstellung und dem Vertrieb, sondern auch in der Zulieferindustrie speziell in Südwestfalen.

Nach Angaben von ENERCON sind wichtige Zulieferer z.B. die Firma Rotoclimb GmbH in Attendorn, die Firmen Weier GmbH und die Firma Graewe Schrauben GmbH & Co. KG in Finnentrop, die Firma Franz Bracht GmbH aus Erwitte, die Firma Trans-Tec Schwertransporte GmbH aus Soest und Infineon Technologies AG aus Warstein, die Firma Metallguss Steinrücken GmbH & Co. KG  aus Olsberg und di  Firma Robert Adolf Hessmer aus Plettenberg.

Im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energieträgern ist Strom aus Windenergie sehr kostengünstig. Die Einspeisevergütung liegt zurzeit bei 9,11 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Im Bereich der Photovoltaik (Strom aus Sonne) bei Dach- und Fassadenflächen, bei der die Vergütung bei 39,14 Cent pro kWh liegt, wird zurzeit über eine Kürzung diskutiert, aber auch nach der Kürzung wird die Einspeisevergütung bei 32,88 Cent pro kWh liegen. Damit macht Windenergie die Erneuerbaren kostengünstig.

Bei dem Gespräch mit Dipl.-Ing. Egbert Terholsen, Niederlassungsleiter West von ENERCON und Frau Teelke Bojarski vom ENERCON Büro in Berlin spielte auch das Problem der Stromnetze und der unterschiedlichen Verfügbarkeit der erneuerbaren Energien eine Rolle.

Es gibt moderne Konzepte, die zum Beispiel beim KonWerl Zentrum entwickelt werden, damit verschiedene erneuerbare Energieträger miteinander verbunden werden können. Desweiteren kann eine Verbrauchsoptimierung (Stichwort Lastmanagement) dazu beitragen, dass eine sichere Stromversorgung trotz eines hohen Anteils an Windenergie möglich wird.

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