Parlament muss die Details, vor allem die Lastenverteilung zwischen den Herstellern, genau prüfen

Der Vorschlag von Klimakommissarin Hedegaard zu CO2-Obergrenzen für Kraftfahrzeuge ist die richtige Antwort auf die hohen Spritpreise. Es ist unrealistisch auf ein Fallen der Diesel- und Benzinpreise zu setzen. Die einzige Antwort ist technologischer Fortschritt. Hier müssen die Autobauer ansetzen. Weniger CO2-Ausstoß heißt auch weniger Benzin- und Dieselverbrauch.

Es ist unrealistisch auf ein Fallen der Diesel- und Benzinpreise zu setzen. Die einzige Antwort ist technologischer Fortschritt. Hier müssen die Autobauer ansetzen.

95 Gramm CO2-Ausstoß entsprechen einem Verbrauch von 3,7 Litern auf 100 Kilometer. Dieser Grenzwert war bereits 2008 festgelegt worden und sollte eigentlich unstrittig sein. Er gibt an, was die europäische Neuwagenflotte durchschnittlich insgesamt pro Auto emittieren darf. Über die Details des Vorschlags muss allerdings im Parlament noch genau verhandelt werden. Dies gilt insbesondere für die Lastenverteilung zwischen den Herstellern. Liese begrüßt, dass sowohl für Hersteller kleinerer Autos als auch für Hersteller der Premiumklasse ambitionierte Vorgaben gelten sollen. Die relative Einsparung der CO2-Emissionen bleibt nach den Plänen der Kommission gleich.

Ich begrüße die Pläne der Kommission. Den unterschiedlichen Größen der verschiedenen Fahrzeuge muss Rechnung getragen werden. Der jetzige Entwurf der Kommission ist ein Schritt in die richtige Richtung. So werden alle Automobilhersteller aufgefordert, effizientere und damit spritsparendere Modelle zu bauen.

Nach Berechnungen der EU-Kommission führt die Einhaltung des 95-Gramm-Ziels dazu, dass die EU im Jahr rund 499 Millionen Barrel (ein Barrel enthält 159 Liter) weniger Erdöl einführen müsste – eine Kostenersparnis von rund 45 Milliarden Euro im Jahr. Auch der Klimaeffekt ist beachtlich: 420 Millionen Tonnen CO2 würden weniger in die Atmosphäre geblasen.

Insgesamt muss der Weg hin zu effizienteren Autos muss entschlossen weitergegangen werden, damit der CO2-Ausstoß und damit der Spritverbrauch von PKW gesenkt wird. Hier steckt großes wirtschaftliches Potential.

Ambitionierte Zielvorgaben helfen außerdem der südwestfälischen Zulieferindustrie, die in diesen Bereichen viele Innovationen anbieten kann.

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