Mindestens 30% Energieeffizienz verbindlich

Der neue EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat bei seiner Vorstellungsrede im Europäischen Parlament ein deutliches Zeichen für eine ambitionierte europäische Klima-und Energiepolitik gesetzt. Mehrfach betonte er die Bedeutung der erneuerbaren Energien und des Klimaschutzes. Besonders präzise war Juncker bei der zurzeit in der amtierenden Kommission sehr umstrittenen Frage der Energieeffizienz. Juncker forderte wörtlich ein Effizienzziel von mindestens 30% für 2030.

In der kommenden Woche, am 23. Juli, will die Kommission ihre Strategie vorlegen. Der amtierende Präsident Barroso hatte sich zuletzt noch für ein unverbindliches Ziel von 25-27 Prozent ausgesprochen. "Auch in diesem Bereich erfüllt Jean-Claude Juncker die in ihn gesetzten Erwartungen. Er steht für mehr Europa da, wo es nötig ist. In der Energiepolitik müssen wir dringend gemeinsam handeln, um weniger abhängig von Russland zu werden und unsere Führungsrolle beim Klimaschutz zu behalten. Energieeffizienz ist der kostengünstigste Weg, um fossile Brennstoffe und CO2 einzusparen, daher brauchen wir dringend eine ambitionierte europäische Strategie. Wir zahlen täglich mehr als 1 Mrd. Euro für Energieimporte - davon das meiste an Russland. Das Geld ist bei den Handwerkern und bei der Industrie in der EU, die bei Energieeffizienz führend sind, besser aufgehoben", erklärte der umweltpolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten) Dr. Peter Liese.

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