Entscheidung des ständigen Lebensmittelausschusses begrüßt

Jetzt ist es endlich sicher: Babynahrung in ganz Europa muß sich in Zukunft an den strengen Grenzwerten für Pestizide orientieren, die in Deutschland gelten. Der ständige Lebensmittelausschuß der Europäischen Union nahm einen entsprechenden Vorschlag der Europäischen Kommission an.
Dr. Peter Liese, der sich seit langem für pestizidfreie Babynahrung einsetzt, begrüßte die Einigung mit den Worten: „Damit hat sich unser jahrelanger Kampf für den Schutz der kleinen Verbraucherinnen und Verbraucher ausgezahlt. Noch vor einem Jahr sah es so aus, als wenn Deutschland sich mit seinen strengen Grenzwerten dem europäischen Mittelmaß hätte anpassen müssen. Jetzt haben wir als Europäisches Parlament durchgesetzt, daß die strengstmöglichen Standards gelten."

Der gestrigen Einigung war ein jahrelanger Streit insbesondere zwischen Deutschland und Spanien vorausgegangen. Während in Deutschland der Grenzwert von 0,01 mg gilt, der praktisch an der Nachweisgrenze liegt, galt in Spanien und einigen anderen europäischen Ländern ein zehnmal so hoher Wert. Zunächst hatte die Europäische Kommission und die Mehrheit der Mitgliedstaaten die spanische Position unterstützt.

Durch zähes Verhandeln des Europäischen Parlamentes, vor allem im Vermittlungsverfahren über die Diät-Rahmen-Richtlinie, kam es jedoch zu einer positiven Wende. Im Herbst vergangenen Jahres legte, die Kommission einen Vorschlag für strenge Grenzwerte vor. Dieser Vorschlag drohte zuletzt noch zu scheitern, da einige Mitgliedstaaten nichts unversucht ließen, die Umsetzung zu verzögern. Durch die gestrige Entscheidung ist jedoch Klarheit geschaffen. Liese spricht von einem großen Sieg für die kleinen Verbraucher.

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