Kompromiss der zuständigen Behörden, Luftrettungsdiensten und Krankenhäusern

Diese Meldung hatte viele Menschen auch in unserer Region enorm verunsichert: Eine internationale Organisation namens JAA soll angeblich vorgeschrieben haben, dass Hubschrauberlandeplätze an Krankenhäusern in unserer Region nicht mehr zulässig seien. Die Hubschrauberlandeplätze hätten entweder für sehr viel Geld erweitert werden müssen oder  von Hubschraubern des ADAC und anderen Organisationen zur Luftrettung nicht mehr angeflogen werden können. In einigen Zeitungsmeldungen hieß es auch, dass diese Regelung von der Europäischen Union stamme.

Daher hat sich Dr. Peter Liese um das Problem gekümmert. Liese stellte fest, dass das Problem tatsächlich existiert, aber nicht von der Europäischen Union hervorgerufen wurde, sondern von der internationalen Luftfahrtorganisation JAA. In dieser Organisation ist Deutschland durch Beamte aus dem Bundesverkehrsministerium vertreten. Liese wandte sich deshalb umgehend an Bundesverkehrsminister Klimmt, um das Problem schnellstmöglich zu lösen.

"Es kann nicht richtig sein, dass durch Regelungen, die am Grünen Tisch entstehen, die funktionierende Luftrettung in unserer Region in Frage gestellt wird. Allerdings nützt es wenig, wenn man kräftig auf "die Bürokraten in Brüssel" schimpft, ohne zu wissen, um was es eigentlich geht und wer der eigentliche Verursacher des Problems ist", so Liese.

Mittlerweile hat sich auch das Verkehrsministerium des Problems angenommen. Anfang Juli fand in München ein Treffen zwischen dem ADAC, den zuständigen Behörden des Verkehrsministeriums und anderen beteiligten Organisationen statt. Als Ergebnis wurde festgehalten, dass für bestehende Hubschrauberlandeplätze keinerlei Einschränkungen eingeführt werden. Nur bei neuen Landeplätzen sollen die Standards angehoben werden, und auch hier unterscheidet man zwischen Landeplätzen, die sehr häufig angeflogen werden, und kleineren Landeplätzen - z.B. im ländlichen Raum - die nur selten angeflogen werden, weshalb man dort auch flexibler sein kann.

Liese begrüßte den Kompromiss: "Eine pragmatische Lösung, die das bestehende System nicht in Frage stellt."

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