Europäisches Parlament beschließt Erleichterung und Verschiebung bei Entwaldungsrichtlinie / Viele Betroffene in der Region hatten sich gemeldet


Das Europäische Parlament hat einen weiteren wichtigen Schritt beim Bürokratierückbau beschlossen. In der Plenarsitzung im Dezember haben die Abgeordneten eine Vereinfachung und Verschiebung der sogenannten Entwaldungsrichtlinie beschlossen. Die Entwaldungsrichtlinie wurde bereits 2023 beschlossen. Ziel ist, es weltweit die Abholzung der Wälder zu bekämpfen. „Ich unterstütze das Ziel ausdrücklich. Noch immer werden weltweit viele vor allem tropische Regenwälder abgeholzt und Europa muss seinen Beitrag leisten um dies zu stoppen“, erklärte Peter Liese.

Aus seiner Sicht haben die EU-Institutionen im Jahr 2023 allerdings über das Ziel hinausgeschossen. Auch für Landwirte, Waldbesitzer und viele Mittelständler in Deutschland gab es sehr starke Auflagen.

„In der ursprünglichen Form mussten auch kleine Waldbesitzer aus unserer Region detailliert darüber Buch führen, was sie mit ihrem Wald beziehungsweise ihrem Holz machen. Das betrifft auch mittelständische Kaffeeröster, Landwirte und zum Beispiel Konditoreien, die Kakao benutzen. Weil das unverhältnismäßig viel Bürokratie ist, haben wir in den letzten zwei Jahren darauf gedrängt, die Richtlinie zu entschlacken. Dies ist uns jetzt gelungen. Nur der Erstinverkehrbringer eines Produktes wie zum Beispiel Holz, Rindfleisch, Leder, Kakao oder Kaffee muss sich an die strengen Vorgaben der Richtlinie halten und nachweisen, dass für die Produkte kein Regenwald abgeholzt wurde. Waldbesitzer in Ländern mit niedrigem Entwaldungsrisiko und dazu gehört Deutschland, profitieren ebenfalls von deutlichen Erleichterungen. Die vielen Gespräche mit Waldbesitzern, Kaffeeröstern, Landwirten und anderen Betroffenen, haben mich dazu motiviert, bei diesem Thema nicht locker zu lassen. Wir haben jetzt einen wichtigen Schritt zu weniger Bürokratie erreicht“, so Liese.