Laut einer Studie der Fachzeitschrift „Lancet“ verschlechtert sich der Gesundheitszustand der Bevölkerung in den Krisenländern der Europäischen Union. Die Krise sei mitverantwortlich für eine drastische Verschlechterung des Gesundheitszustands der Bürger, so das Fazit der Wissenschaftler. Am schlimmsten seien die Gesundheitssysteme jener Länder betroffen, die am stärksten bei den öffentlichen Ausgaben gespart hätten – konkret nennt die Studie Griechenland, Spanien und Portugal.

 

Anlässlich dieser Befunde erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), Dr. Peter Liese: „Die EVP hat schon vor Wochen beantragt, das Thema auf die Tagesordnung des Ausschuss für Umwelt und Gesundheit im Europäschen Parlament zu setzten. Die Politik der Troika hat sehr viel mehr Einfluss auf die Gesundheit der Menschen als manche Resolution, die wir hier verabschieden. Wir stehen uneingeschränkt zur Sparpolitik. Etwas anderes wäre dem deutschen Steuerzahler überhaupt nicht zu vermitteln. Aber die Prioritäten sollten meiner Ansicht nach anders gesetzt werden. Man muss etwa die reichen Reeder in Griechenland stärker zur Verantwortung ziehen und könnte dann die drastischen Sparanstrengungen im Gesundheitswesen etwas abmildern“.

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