Potential unserer „hidden“ Champions nutzen.

Gemessen am Anteil der Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im produzierenden Gewerbe ist Südwestfalen mit 47,4 Prozent die drittstärkste Region Deutschlands. Viele Firmen in Südwestfalen sind sogenannte hidden Champions (relativ unbekannte, kleine oder mittelständische Unternehmen, die in ihrem Bereich jedoch Marktführer sind) und teilweise weltweit tätig. Die Regionale 2013 unterstützt auch mit EU-Fördermitteln viele Projekte wie beispielsweise das Anwenderzentrum Formenbau Südwestfalen, um die Kompetenz vor Ort weiter auszubauen. Die Gesamtfördersumme des Regionale Projektes „Anwenderzentrum Formenbau Südwestfalen“ beträgt 3,256240 Mio. €, davon sind 2,035 Mio. € ZIEL-2-Mittel, die sich das Land und die EU teilen.

 

Hinter dem Titel „Anwenderzentrum Formenbau Südwestfalen“ steckt die innovative Idee, ein gemeinsames Kompetenzzentrum zu bilden, in dem Zukunftstechnologien erforscht, Maschinen für die Herstellung von Hochpräzisions-Werkzeugen genutzt und auf aktuelles Wissen und Know-how zugegriffen werden kann. Damit wird ein zentrales Problem angegangen, mit dem bislang viele kleine und mittelständische Unternehmen der Region zu kämpfen haben: Sie verfügen allein nicht über genügend Mittel und Möglichkeiten für Forschung und Investitionen in Zukunftstechnologien. Als angegliedertes Institut der Fachhochschule Südwestfalen wird eine enge Zusammenarbeit der Firmen mit der Forschung angestrebt.

„Wir sind eine starke Industrieregion und haben viele mittelständische Firmen die mit ihren innovativen Ideen am Weltmarkt bestehen. Die Regionale und die darin enthaltenen Ziel-2-Mittel, die vom Land und Europa je zur Hälfte kommen, bringen unsere Region weiter nach vorne. Gerade Projekte wie das Anwenderzentrum Formenbau sind ein wichtiger Schritt um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Firmen zu erhalten“, so der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese bei einem Besuch des Zentrums.

„Die Werkzeug- und Formenbaubranche als Präzisionstechnik nimmt eine Schlüsselposition zwischen den industriellen Bereichen der Entwicklung und Produktion ein“, so Michael Neumann Geschäftsführer Werkzeugbau Institut Südwestfalen GmbH. Im Werkzeug- und Formenbau werden sowohl Spritzgießformen für die Industriesegmente der Kunststoffverarbeitung und Stanz- und Umformwerkzuge für die Blechverarbeitung wie auch für die Massivumformung z.B. Schraubenindustrie hergestellt und entwickelt.

Dabei kommt dem Trend zur Miniaturisierung sowie der Design getriebene Produkte eine große Bedeutung zu, weshalb in diesem Zusammenhang zunehmend von Präzisionstechnik gesprochen wird. Die steigenden Anforderungen hinsichtlich Funktionalität und Komplexität bei technischen Bauteilen und Geräten werden dabei in der Regel erst durch das Zusammenspiel einzelner Disziplinen erreicht und stellt damit auch eine Besonderheit in der Präzisionstechnik und im Werkzeug- und Formenbau dar.

Werkzeugformen sind die Grundlage dafür, dass Ideen der Entwickler in Kunstostoff oder Metall Gestalt annehmen und in der darauf folgenden Phase in großen Stückzahlen produziert werden können. Die Produkte, die so gefertigt werden, begegnen uns m täglichen Leben in z.B. medizintechnischen Bereichen, in der Automobilindustrie, der Umwelttechnik, der Luft- und Raumfahrttechnik sowie der Licht- und Consumer-Technik.

Über die Ausgestaltung der neuen Förderperiode 2014-2010 laufen zurzeit Gespräche innerhalb der europäischen Institutionen. Im Anschluss werden die Förderbedingungen über die Vergabe der Ziel-2-Mittel mit der Landesregierung abgestimmt, da die Vergabe der Mitte Ländersache ist. Bereits im letzten Jahr hatte es Stimmen aus der Landesregierung gegeben, die Mittel wieder mehr im Ruhrgebiet einzusetzen. „Ganz NRW profitiert von einem offenen Wettbewerbsverfahren, bei dem die beste Idee und nicht der jeweilige Sitz den Ausschlag gibt“, so Liese.

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