Interessen der Wohnraumleuchtenhersteller werden in EU-Richtlinie berücksichtigt

Die Hersteller von Wohnraumleuchten aus unserer Region haben einen wichtigen Erfolg im Einsatz für ihre Arbeitsplätze erzielt. Vor einigen Tagen hat der Umweltministerrat der Europäischen Union beschlossen, die Wohnraumleuchten aus der sogenannten "Elektroschrottrichtlinie" herauszunehmen. Dies war ein wichtiges Ziel der Industrie, die traditionsgemäß in unserer Region besonders stark vertreten ist.

Der Vorschlag der Europäischen Kommission zum Thema „Rückgabe von alten Elektrogeräten“ sah ursprünglich vor, dass Wohnraumleuchten genauso wie Waschmaschinen, Fernseher und Computer in Zukunft vom Hersteller zurückgenommen werden müssen. Im Gegensatz zu Großgeräten existiert jedoch bei Wohnraumleuchten das Problem, dass es Tausende von Herstellern gibt und dass gerade Grauimporte aus China und anderen Drittländern unkontrollierbar sind. Die Hersteller befürchteten, dass sie für diese Grauimporte auch die Entsorgungskosten übernehmen müssten.

Außerdem machten sie geltend, dass bei der Entsorgung von Wohnraumleuchten keine giftigen Stoffe anfallen und dass das Recycling nicht unbedingt Vorteile für die Umwelt bringt. Mit diesen Argumenten überzeugten sie auch den heimischen Europaabgeordneten Dr. Peter Liese, der sich schon vor einigen Monaten für eine Herausnahme der Wohnraumleuchten aus der europäischen Richtlinie eingesetzt hatte. Im Umweltausschuss des Parlaments war Liese mit diesem Anliegen erfolgreich.

Durch die positive Entscheidung des Umweltministerrates reicht es nun aus, dass eine große Fraktion im Europäischen Parlament das Anliegen der Hersteller unterstützt. Nach Lieses Auskunft ist dies so gut wie sicher, da er mit den Verantwortlichen seiner Fraktion ein entsprechendes Vorgehen besprochen hat.

„Dieser Fall ist ein Beispiel dafür, dass man als Europaabgeordneter sehr konkret für die Interessen der Menschen in unserer Region eintreten und etwas erreichen kann. Ich fordere die Unternehmen auch in anderen Bereichen auf, sich über die Entwicklung auf europäischer Ebene zu informieren und mit konkreten Vorschlägen an die Europaabgeordneten heranzutreten."

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