Mitgliedstaaten machen ihre Arbeit nicht / Kommission und Parlament haben praktikable Vorschläge vorgelegt


In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird europaweit wieder die Zeit umgestellt, obwohl die Europäische Kommission schon im letzten Jahr vorgeschlagen hat, die Zeitumstellung in Europa abzuschaffen. Ein Ende ist dennoch nicht in Sicht, da die Mitgliedstaaten nicht vorankommen. „Es ist wirklich sehr ärgerlich, dass sich die Sache so lange hinzieht. Ich bin wirklich frustriert darüber, dass die Mitgliedstaaten ihre Arbeit nicht machen. Kommission und Parlament haben gute und praktikable Vorschläge vorgelegt und die Mitgliedstaaten müssen jetzt endlich eine Antwort geben. Natürlich müssen wir technische Probleme lösen und uns koordinieren, so dass es nicht zu viele verschiedene Zeitzonen in Europa gibt, aber das kann man hinkriegen. Wenn die Mitgliedstaaten eine so relativ kleine Sache nicht hinkriegen, wie wollen wir dann die großen Fragen wie etwa Migration und Klimawandel richtig lösen? Viele Menschen, nicht nur in Deutschland, lehnen die Zeitumstellung ab. Deswegen müssen die Mitgliedsstatten jetzt endlich auf die Bürgerinnen und Bürger hören“, so der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament, Dr. Peter Liese.

Die Kommission hatte bereits im vergangenen Jahr das Ende der halbjährlichen Zeitumstellung für dieses Jahr vorgeschlagen. Das Europäische Parlament hat sich aufgrund zahlreicher Bedenken für ein Ende in 2021 ausgesprochen, um allen Beteiligten genügend Zeit zur Abstimmung und Anpassung zu geben.

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