Südwestfalen sollen mit gutem Gewissen nach Österreich fahren

„Wer in Österreich Urlaub macht, braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, diese Boykottaufrufe sind absolut lächerlich“. Mit diesen Worten kommentierte Dr. Peter Liese die Forderung einiger Europapolitiker, man solle wegen der Regierungsbeteiligung der Haiderpartei FPÖ Österreich als Urlaubsland meiden.
Ein solcher Boykott war in den letzten Wochen, vor allem von sozialdemokratischen Europapolitikern, wie z.B. dem belgischen Außenminister Michel gefordert worden. Liese betonte, er habe keinerlei Sympathie für die FPÖ, aber Österreich sei durch die Regierungsbeteiligung kein rechtsradikales Land geworden. Vielmehr halte die neue Regierung unter dem ÖVP-Kanzler Wolfgang Schüssel die Menschenrechte und die europäischen Regeln besser ein, als manch anderer Mitgliedstaat.

„Außerdem kommt niemand auf die Idee, wegen der Regierungsbeteiligung von Kommunisten Frankreich, Italien oder Mecklenburg-Vorpommern als Urlaubsland zu boykottieren. Selbst in Ländern, in denen die Menschenrechte massiv verletzt werden, wie die Türkei oder Kuba, finden die Österreichkritiker nichts dabei, wenn massenhaft deutsche Touristen sich dort jeden Sommer tummeln“, ärgerte sich Liese. Im Fall Österreichs messen viele linke Politiker mit zweierlei Maß, dies gilt nicht nur für Aufrufe zum Urlaubsboykott.

Die Politik der diplomatischen Isolierung Österreichs, die von den 14 anderen Regierungen durchgeführt werde, habe nicht die Unterstützung seiner Fraktion betonte Liese.

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