Mehr Wettbewerb zugunsten der Verbraucher / Unterstützung im Europaparlament

Pünktlich zur Urlaubssaison macht die Europäische Kommission weiter Druck auf Mobilfunkanbieter die Gebühren beim Telefonieren und Surfen im Ausland zu senken. Die Europäische Kommission hat kürzlich in Brüssel einen Verordnungsvorschlag vorgelegt, wonach die Gebühren für europaweite Telefonate oder Datentransfers mit Mobiltelefonen in der EU bis 2014 weiter kräftig sinken sollen. Mit strengeren Preisobergrenzen und mehr Wettbewerb will die EU-Kommission erreichen, dass bis 2015 die grenzüberschreitende Handy-Nutzung in der EU nicht teurer ist als im Inland.

Die Kommission hat einen guten Vorschlag im Sinne der Verbraucher in Europa vorgelegt. Nachdem es uns gelungen ist, die Kosten für Telefonate und SMS im Ausland deutlich zu senken, werden wir nun auch die Kosten für Datentransfers begrenzen. Schon heute gelten Obergrenzen für ausgehende Anrufe von 35 Cent, für eingehende Anrufe von 11 Cent sowie für SMS für ebenfalls 11 Cent. Dies ist vor dem Hintergrund des immer größer werdenden Angebotes mobiler Internetdienste folgerichtig und im Interesse aller Nutzer. Der Urlauber, der ein Foto nach Hause schickt oder in sein soziales Netzwerk hoch lädt, soll schließlich zu Hause keinen Kostenschock bekommen.

Der durchschnittliche Preis pro Megabyte derzeit bei 2,50 Euro liegt. Anbieter sollen diese Gebühr ab Juli 2012 reduzieren, zunächst auf maximal 90 Cent, ab 2013 auf 70 Cent und ab 2014 auf 50 Cent. Verbraucher sollen zudem das Recht erhalten, einen separaten Roaming-Vertrag für das Ausland abzuschließen und dabei gleichzeitig ihre Handynummer zu behalten. Überdies sollen Roamingkunden ab dem 1. Juli 2014 höchstens 24 Cent/Minute für einen ausgehenden Anruf, maximal 10 Cent/Minute für einen eingehenden Anruf und maximal 10 Cent für das Versenden einer Textnachricht bezahlen. Dies bedeutet eine nochmalige Absenkung der bereits seit 2009 bestehenden Obergrenzen.

EU-Parlament und Mitgliedstaaten müssen sich über die neuen Vorgaben einigen.  Vor allem das Datengeschäft ist bisher kaum reguliert und die Anbieter verdienen sich auf Kosten nichts ahnender Kunden ein e goldene Nase. Damit muss endlich Schluss sein. Die Vorschläge der Kommission gehen in die richtige Richtung und im Parlament wird es dafür viel Unterstützung geben. Wir müssen die Gesetzgebung nun zeitnah verabschieden, damit die Nutzer schnellstmöglich von den Maßnahmen profitieren.

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