Neue Preisobergrenzen für Downloads, Telefonate und SMS / Europaparlament und Rat einigen sich zu neuer EU-Verordnung

Ab Juli diesen Jahres wird es strengere EU-Vorgaben für Tarifobergrenzen der Mobilfunknutzung im Ausland, das sogenannte Roaming, geben. Das Telefonieren im Ausland wird dadurch noch einmal deutlich preiswerter. Diese Woche einigten sich Vertreter des Europaparlaments und der Mitgliedsstaaten auf die neue EU-Verordnung.

Neben günstigen Preise für Gespräche und Kurznachrichten (SMS) wird auch der Preise für das Datenroaming im Interesse der Verbraucher begrenzt. Auf diese Weise soll mehr Wettbewerb in den Markt gebracht werden, um die bisherige Abzocke beim Roaming zu beenden. Besonders beim mobilen Datendownload sind die Tarife teilweise noch unverhältnismäßig hoch und nicht gerechtfertigt.

Die Tarife für das mobile Herunterladen von Daten im Ausland werden ab Juli 2012 auf maximal 70 Cent pro Megabyte begrenzt. Ab Juli 2014 sollen maximal 20 Cent fällig werden. Das Versenden von SMS aus einem anderen EU-Land soll ab Juli 2012 für nur noch maximal 9 Cent möglich sein, ab 2014 für höchstens 5 Cent. Auch die Gesprächstarife sinken: Ab Juli 2014 darf der Preis für ein angenommenes Gespräch nur noch 5 Cent pro Minute, für einen selbst getätigten Anruf 19 Cent betragen.

Die Preise müssen dem technischen Aufwand angemessen sein. Durch die neue Verordnung ergeben sich zahlreiche Vorteile auf Auslandsreisen. So profitieren künftig sowohl Geschäftsreisende als auch Urlauber von den günstigeren Tarifen. Ein Anruf aus dem Skiurlaub über Ostern oder eine Kurznachricht von der niederländischen Nordsee sind mit den neuen Tarifen dann endlich zu angemessenen Preisen möglich.

Auch für das Abrufen der nächsten Bahnverbindung oder des Flugstatus muss man im Ausland nun keine astronomischen Beträge mehr zahlen. Die Vorgaben gelten auch für die Mobilfunknutzung in Ländern außerhalb der EU, sofern die Nutzer einen Vertrag mit einem Anbieter aus der EU haben.

Das Europäische Parlament stimmt über die neue Verordnung im Mai-Plenum ab. Die Zustimmung der Abgeordneten und der Vertreter der Mitgliedsstaaten gilt nach monatelangen Verhandlungen als sicher.

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