Gute Nachrichten für die Verbraucher, aber früheres Ende wäre wünschenswert gewesen

In der Nacht von Montag auf Dienstag haben sich in schwierigen Verhandlungen die Unterhändler des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten auf das Ende der ungeliebten Roaming-Gebühren zum Sommer 2017 geeinigt. Darauf macht Peter Liese aufmerksam.

"Die Gebühren waren und sind mit den Grundprinzipien der EU nicht vereinbar. Wir können nicht der Industrie freien Waren- und Dienstleistungsverkehr garantieren und dem Bürger das gleiche Recht verweigern. Deshalb hatten wir als Parlament als komplettes Ende der Roaming-Gebühren Dezember 2015 gefordert. Nun wird es als Kompromiss Juni 2017. Das sind gute Nachrichten für die Verbraucher, ich hätte mir aber ein früheres Ende gewünscht. Das war aber mit den Mitgliedstaaten leider nicht zu machen, die sich vor einigen Wochen noch massiv gegen die komplette Abschaffung der Gebühren gewehrt haben", so Liese.

 

Seit mehreren Jahren schon sinken die Gebühren. In einem Zwischenschritt sollen die Roaming-Aufschläge am 30. April 2016 noch einmal deutlich reduziert werden. Dann dürfen Telefonate im EU-Ausland nur noch 5 Cent pro Minute kosten (derzeit 19 Cent für abgehende, 5 Cent für eingehende Anrufe), die Obergrenze für SMS ist 2 Cent (derzeit 6 Cent) und beim Surfen darf jedes Megabyte an Daten mit maximal 5 Cent zu Buche schlagen (derzeit 20 Cent) (alles zzgl. MwSt.). "Besonders beim mobilen Datendownload waren die Tarife früher sehr hoch und sachlich überhaupt nicht gerechtfertigt. Da haben wir in den letzten Jahren bereits viel erreicht und die Abzocke beendet. Jetzt profitieren die Verbraucher von noch einmal reduzierten Preisen, bevor Roaming-Gebühren dann im Sommer 2017 endgültig Geschichte sind", so der heimische Abgeordnete.

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