Jetzt ist konkretes Handeln gefragt

Der CDU-Politiker Dr. Peter Liese, Mitglied des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments, warnt davor, die Ergebnisse der Bonner Klimakonferenz kaputt zu reden. Zwar sei es völlig richtig, wenn Kritiker bemängeln, dass das ohnehin sehr schwache Abkommen von Kyoto durch Forderungen von Japan und anderen noch weiter abgeschwächt wurde, aber die Konferenz in Bonn sei trotzdem ein Erfolg. Die internationale Staatengemeinschaft habe bewiesen, dass sie auch ohne Zustimmung der USA weitreichende Schritte zum Umweltschutz vereinbaren kann. Wichtig sei das klare Signal zum Umlenken.

„Alle Vertragstaaten können ihre Kyotoziele auch nach der Abschwächung in Bonn nur dann erreichen, wenn sie stärker auf Energiesparen und erneuerbare Energien setzten. Dies wird den Technologien in diesem Bereich einen deutlichen Schub verleihen“, so Liese wörtlich.

Scharf kritisierte er die Äußerungen des SPD-Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer, der schon vor der Vereinbarung in Bonn das Kyoto-Protokoll aufkündigen wollte: „Scheer handelt wie der Besitzer eines brennenden Hauses, der ein Feuerwehrauto zurückschickt, weil die Feuerwehr nicht mit drei oder vier Wagen angerückt ist. Die Erkenntnis, dass eigentlich noch mehr getan werden müsste, kann doch nicht dazu führen, den ersten Schritt abzulehnen. Es ist illusorisch zu glauben, dass die Staaten sich auf ein strengeres Abkommen einigen, wenn Kyoto scheitert."

Wichtig sein nun, dass in der Europäischen Union und auch in Deutschland alles daran gesetzt werde, die Vorgaben von Kyoto zu erreichen und der internationalen Gemeinschaft zu zeigen, dass Klimaschutz nicht nur möglich ist, sondern auch wirtschaftlich vertretbar.

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