Das Bundesumweltministerium hat kürzlich vier neue Programme zum Klimaschutz aufgelegt. Mit rund 400 Millionen Euro aus dem Verkauf von Emissionsrechten sollen Investitionen in energieeffiziente Maßnahmen und erneuerbare Energien gefördert werden. Davon stehen 280 Millionen Euro für nationale, 120 Millionen Euro für internationale Projekte zur Verfügung. Unterstützung erhalten sowohl Wirtschaft und Kommunen als auch die Verbraucherinnen und Verbraucher. Ziel ist, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken.

Der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Peter Liese begrüßt die Klimaschutzinitiative: "Hiermit ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung nicht nur für Deutschland, sondern auch im Hinblick auf Europa getan. Diese Initiative zeigt, wie die Erlöse aus dem EU-Emissionshandel Umweltmaßnahmen zugute kommen. Wir müssen die uns heute zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten nutzen, um dem Klimawandel nicht weiter Vorschub zu leisten, und dabei Vorbild für die anderen Mitgliedsstaaten sein. Dies schont auch den Geldbeutel, denn CO2-Einsparung heißt gleichzeitig sparen bei Gas, Öl und Benzin."

Durch die Programme der Bundesregierung werden verschiedene Technologien bezuschusst: Die Schwerpunkte liegen auf Mini-Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung und gewerblichen Kälteanlagen. Im Fokus stehen daneben insbesondere soziale, kulturelle und öffentliche Einrichtungen wie Kirchen, Hochschulen und Theater, für welche Klimaschutzkonzepte erstellt werden sollen. Das Förderpaket beinhaltet auch Forschungs- und Pilotprojekte zur weiteren Entwicklung einer nachhaltigen Biomassestrategie.

Liese betont, dass es gelte, die vorhandenen Potenziale der erneuerbaren Energien und der energieeffizienten Technologien voll auszuschöpfen: "Für Südwestfalen ist dies eine große Chance, denn wir sind in diesem Bereich sehr gut aufgestellt. Klimaschutzinitiativen wie diese sind ein Vorteil für die Region, denn was in Deutschland und Europa gebraucht wird, wurde und wird hier schon sehr erfolgreich hergestellt und angeboten. Das bedeutet auch in Zukunft einen doppelten Gewinn: für die Umwelt und für die heimische Wirtschaft, den Standort Südwestfalen."

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen und Hinweise zur Antragstellung sind auf der Website des BMU erhältlich.

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