Heimische Unternehmen an der Entwicklung der Standards beteiligt /
Verbraucher können 480€ jährlich sparen/ Lieber Handwerk und Industrie in Südwestfalen finanzieren als Putin und die Ölscheichs

Am kommenden Samstag, den 26. September, treten neue Effizienzstandards für Heizungen und Warmwasserbereitungsgeräte in Kraft. Gleichzeitig werden diese Geräte nun auch wie schon viele andere Produkte, zum Beispiel Kühlschränke und Fernseher, mit einer Energieverbrauchskennzeichnung versehen. Durch die geplanten Maßnahmen kann in der ganzen Europäischen Union so viel Energie eingespart werden, wie 47 Atomkraftwerke produzieren. Nach Berechnung der Europäischen Kommission sparen die Verbraucher in Europa durch alle Energieeffizienzstandards, die in den letzten Jahren erlassen wurden, pro Jahr einen Betrag von 480€. Dies teilt der südwestfälische CDU Europaabgeordnete Dr. Peter Liese mit, der auch umweltpolitischer Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten) ist.

 

An der Entwicklung der Maßnahme war neben Umwelt- und Verbraucherverbänden und der betroffenen Industrie auch das Installateur-Handwerk maßgeblich beteiligt. Der Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) begrüßt die Verbrauchskennzeichnung und weist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung des SHK-Fachhandwerks hin. Dazu Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK: "Dem SHK-Fachhandwerk kommt am Point of Sale, also an der Schnittstelle zwischen Hersteller und Endkunde, eine ganz entscheidende Rolle zu.“

Für die Handwerker bedeutet das neue Label eine Herausforderung, da nicht nur Komplettanlagen von großen Heizungsherstellern gelabelt werden, sondern der Installateur auch Teile selbstständig, so wie es der Kunde braucht und es für das entsprechende Gebäude angemessen ist, selbst zusammenstellen kann. Dadurch sollten insbesondere mittelständische Unternehmen vor einer Dominanz der großen Heizungshersteller geschützt werden. Insbesondere mittelständische Unternehmen aus Süßwestfalen hatten immer wieder darauf hingewiesen, dass dieses sogenannte 'Installerlabel' notwendig ist, um sie im Wettbewerb gegenüber den großen Heizungsherstellern zu schützen. "Ich glaube, nach vielen Verhandlungen haben wir einen guten Kompromiss gefunden. Die Einsparung von Energie und damit CO2 sind ein wichtiger Schritt zur Reduzierung der Treibhausgase und ein wichtiges Signal der Europäischen Union auf dem Weg zur Klimakonferenz in Paris. Angesichts der dramatischen Flüchtlingsbewegung müssen wir daran denken, dass ein ungebremster Klimawandel eine noch größere Flüchtlingsbewegung auslösen könnte. Außerdem reduziert die Maßnahme unsere Energieabhängigkeit von Ländern wie Russland oder Saudi-Arabien. Es ist viel besser, das heimische Handwerk und die heimische Industrie zu unterstützen als Putin und die Ölscheichs", so der heimische Abgeordnete.

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