Luftballons dürfen weiter fliegen / Auch Warnhinweise wurden abgelehnt

Papier als Alternative / Heimisches Unternehmen GSD Verpackungen Gerhard Schürholz GmbH produziert nachhaltige Verpackungen

Das Europäische Parlament, die Mitgliedsstaaten und die Europäische Kommission haben sich in der Nacht zu Mittwoch auf den Wortlaut der Gesetzgebung zur Vermeidung von Einwegplastik geeinigt. Dadurch soll insbesondere die Vermüllung der Meere gestoppt werden. „Dies ist eine gute Nachricht für Umwelt, Tiere und den Verbraucher. Prognosen besagen, dass wenn wir nicht handeln 2050 mehr Plastik im Meer ist als Fisch. Über die Nahrungskette nimmt auch der Mensch dieses Mikroplastik auf und ich kann mir als Arzt nicht vorstellen, dass das keine Gesundheitsschäden nach sich zieht. Daher müssen wir dringend handeln“, so Peter Liese.

Die Europäischen Institutionen folgen damit einem weltweiten Trend. Indien hat diesen Sommer eines der strengsten Plastikgesetze verabschiedet. In der EU werden ab 2021 u.a. folgende Produkte aus Plastik Alternativen weichen müssen: Besteck, Teller, Strohhalme, Wattestäbchen, Ballonstäbe und Getränke-Rührstäbchen aus Plastik. Des Weiteren werden aufgeschäumte Lebensmittel-und Getränkeverpackungen aus Polystyrol verboten sein und Oxoplastik. Bei Oxoplastik handelt sich um konventionelle Kunststoffmaterialien mit künstlichen Zusatzstoffen, die nicht biologisch abbaubar sind, sondern nur in kleine Stücke zersplittern, die in der Umwelt verbleiben und wahrscheinlich die Umwelt schädigen und das Recycling sowie die Kompostierung gefährden.  



Ein Verbot Luftballons steigen zu lassen, wie es von der grünen Fraktion im Europäischen Parlament beantragt worden war, ist nicht Teil des Kompromisses. Auch von der Europäischen Kommission vorgesehene Warnhinweise für Luftballons wurden auf Druck der Christdemokraten im Europäischen Parlament gestrichen. „Es gibt insgesamt 140 Mio. Tonnen Plastikmüll im Meer, davon machen die Luftballons aus Europa nach Schätzung etwa 5 Kilogramm aus. Ich hielte es für völlig unverhältnismäßig den Menschen insbesondere den Kindern diesen Spaß zu verderben“, so der heimische Abgeordnete, der auch umweltpolitischer Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament ist (EVP-Christdemokraten). Schon im Jahr 2015, haben die Europäischen Institutionen eine Reduktionsstrategie für Plastiktüten beschlossen. Bis 2025 sollten in Deutschland höchstens 40 Tüten pro Jahr und Person verbraucht werden. Dieser Wert wurde 2017 mit 29 Plastiktüten schon unterschritten. Vielerorts haben sich Einwegplastiktüten schon als überflüssig erwiesen, deshalb haben große Handelsketten die Plastiktüten mittlerweile völlig abgeschafft. Papiertüten stellen derzeit eine gute Alternative“, so Liese bei einem Gespräch beim heimischen Unternehmen GSD Verpackungen Gerhard Schürholz GmbH. "Papierverpackungen sind die umweltfreundlichen Alternativen zu Kunststoffverpackungen und schützen unser Klima", ergänzte Peter Schürholz.    
                                                                                                                                                                                       
Die GSD Verpackungen Gerhard Schürholz GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit rund 180 Beschäftigten, welches das Ziel verfolgt nachhaltige und umweltschonende Verpackungen zu produzieren. Peter Liese geht davon aus, dass der Papiersektor in Zukunft vor allem Plastiktüten und zum Teil auch Lebensmittelverpackungen ersetzen wird. „Es geht nicht darum, Plastik zu verteufeln, sondern darum umweltfreundlichere Materialien auf den Markt zu bringen“, so Liese.
Ein Verbot Luftballons steigen zu lassen, wie es von der grünen Fraktion im Europäischen Parlament beantragt worden war, ist nicht Teil des Kompromisses. Auch von der Europäischen Kommission vorgesehene Warnhinweise für Luftballons wurden auf Druck der Christdemokraten im Europäischen Parlament gestrichen. „Es gibt insgesamt 140 Mio. Tonnen Plastikmüll im Meer, davon machen die Luftballons aus Europa nach Schätzung etwa 5 Kilogramm aus. Ich hielte es für völlig unverhältnismäßig den Menschen insbesondere den Kindern diesen Spaß zu verderben“, so Liese.

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