Klimapaket der Bundesregierung wird helfen solche Projekte schneller voran zu bringen


„Das hat richtig Spaß gemacht“, schwärmt Peter Liese nach seinem Besuch der Firma Busch-Jaeger in Lüdenscheid. Die ABB-Tochter treibt mit der Firmenstrategie „Mission to Zero“ den Ausstieg aus fossilen Energiequellen voran und hat in Lüdenscheid den weltweit ersten klimaneutralen Fertigungsstandort verwirklicht. Mit Hilfe effizienter Energienutzung und Steuerung der Produktionsabläufe, sowie einer großen Photovoltaikanlage wurde eine hochmoderne CO2-neutrale und weitgehend energieautarke Fabrik geschaffen. Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Adalbert Neumann, stellte bei dem Besuch die technischen Einzelheiten dar. Die 7646 Quadratmeter große, über den Parkplätzen des Firmengeländes installierte Photovoltaikanlage, produziert Strom für die Fabrik. Der überschüssige Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Zur Abdeckung von Bedarfsspitzen wird zusätzliche grüne Energie von der MVV Energie AG bezogen, was eine CO2-neutrale Produktion gewährleistet. Peter Liese nutzte die Gelegenheit sein Auto während des Gesprächs mit erneuerbarem Strom aufzuladen.



„Busch-Jager zeigt exemplarisch, dass wir in Europa erhebliche Möglichkeiten haben die europäischen Ziele einer CO2-Neutralität zu verwirklichen. Wir haben in Europa hochinnovative Unternehmen und eine Vielzahl an technologischen Entwicklungen, die, wenn sie konkret umgesetzt werden, helfen Emissionen zu reduzieren. Damit schützen wir unser Klima, sichern aber auch Arbeitsplätze vor Ort. Busch-Jaeger ist hier sicherlich ein gutes Beispiel auch für andere Unternehmen“, so Liese.

Adalbert Neumann lobte viele sinnvolle Rahmenbedingungen, die die Politik in Deutschland und Europa in den letzten Jahren gesetzt habe, kritisierte aber die Tatsache, dass Busch-Jaeger, genauso wie Privatpersonen und andere Unternehmen, für den selbst produzierten erneuerbaren Strom, den sie selber nutzen, EEG-Umlage zahlen muss. Dies ist wirtschafts- und umweltpolitisch kontraproduktiv. Peter Liese konnte mittlerweile Hoffnung machen, dass auch dieser Punkt gelöst wird. Im Klimapaket der Bundesregierung ist vorgesehen, die EEG-Umlage auf selbstgenutzten erneuerbaren Strom abzuschaffen. Liese: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass das vielleicht noch schneller geht, als im ersten Entwurf vorgesehen und dass dieser Vorschlag auch von der Europäischen Kommission in Brüssel positiv begleitet wird. Solche Projekte wie bei Busch-Jaeger zeigen, dass es wirklich möglich ist Klimaschutz und Arbeitsplätze zusammen zu bringen, denn die Investitionen werden sich nach Angaben der Unternehmensvertreter in circa sechs Jahren amortisieren, bei besserem gesetzlichen Rahmendigung noch schneller.

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