Peter Liese beim landwirtschaftlichen Kreisverband der CDU Höxter

„Zusammenarbeit mit Landwirten vor Ort ist mir sehr wichtig“, mit diesen Worten begrüßte Peter Liese die zahlreichen Teilnehmer des landwirtschaftlichen Kreisverbandes der CDU Höxter und die anwesenden Landwirte sowie Vertreter von Umweltschutzverbänden. Die Landwirtschaft sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, prägend für das Landschaftsbild und erzeuge qualitativ hochwertige Lebensmittel. „Landwirtschaft und Umweltschutz müssen kein Widerspruch sein, wenn man es richtig macht. Wir müssen die Landwirte nicht dauernd kritisieren, sondern wertschätzen, d.h. nicht, dass man sich in allen Punkten immer einig ist, aber die Diskussion muss von Wertschätzung geprägt sein“, so Liese. Er erläuterte, dass durch den Brexit und neue Prioritäten wie Grenzsicherung, Flucht- Ursachenbekämpfung und Forschung, zum Beispiel gegen Krebs und den Klimawandel, der Agrarhaushalt nicht unverändert so weitergeführt werden könne. Gleichzeitig würden neue Herausforderung auf die Landwirtschaft zukommen. „Die Ansprüche der Gesellschaft steigen. Beispiel Tierwohl, Artenschutz, Klimaschutz. Für meine Fraktion ist es trotzdem wichtig, dass wir das Einkommen der Landwirte sichern. Wenn gekürzt wird, darf dies auf keinen Fall mit dem Rasenmäher geschehen“, so Liese. Gerade die kleinen Einheiten seien gesellschaftlich erwünscht, denn ein Landwirt, der in seinem Dorf lebt und im Dialog mit den Nachbarn automatisch auf Tierwohl, Artenschutz, Klimaschutz usw. achtet, müsse gestärkt werden und nicht große Kapitalgesellschaften und Agrargroßbetriebe. Zurzeit würde in den EU-Institutionen verhandelt. Eine Entscheidung erwartet Liese bis Ende Juni im Europäischen Parlament.


Sehr wichtig für Liese ist, dass Landwirte faire Preise bekommen und dass ihre Marktmacht im Wettbewerb mit den Lebensmitteleinzelhändlern gestärkt wird. Hierzu ist schon 2018 in der EU eine Richtlinie über unlautere Handelspraktiken in den Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette (UTP-Richtlinie) beschlossen worden. Liese bemängelte, dass die deutsche Bundesregierung kürzlich erklärt habe, als Hauptergebnis eines Gipfels zum Thema „Preise in der Landwirtschaft“, dass sie diese EU-Richtlinie umsetzen wird. „Das sollte eigentlich selbstverständlich sein und so schnell wie möglich geschehen“, so Liese. Eine große Herausforderung sei der Klimawandel, aber es bringe nichts, die Landwirtschaft einseitig zu beschimpfen. „Es gibt Emission, zum Beispiel Methan und Lachgas, und wir müssen gemeinsam nach Wegen suchen, diese zu reduzieren. In der Diskussion darf aber nicht vernachlässigt werden, dass die Landwirtschaft auch einen wichtigen positiven Beitrag zur Speicherung von CO2 leistet, z.B. durch Humusaufbau, vor allem aber durch den Wald. Viele Landwirte sind gleichzeitig Forstwirte und ohne unseren Wald ist Klimaschutz unmöglich“, so Liese.

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