Ziel sei es, europaweite Vergleichbarkeit und gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen

Einen offenen Dialog führten Vertreter aus Politik und Landwirtschaft bei einem Treffen auf dem Hof von Ottmar Dahlhoff in Erwitte-Völlinghausen. Dazu haben sich der Landtagsabgeordnete Jörg Blöming, Peter Liese, Landrätin Eva Irrgang, Bürgermeisterkandidat Hendrik Henneböhl, der Erwitter CDU-Fraktionsvorsitzende Torsten Blöming, Ortsvorsteher Hubert Hense und Vertreter der Landwirtschaftlichen Vereinigung getroffen. Bei dem Kaffeetrinken lieferten sich die Parteien einen Schlagabtausch zu den aktuellen Themen wie dem Insektenschutz sowie den Nutztier- und Pflanzenschutzverordnungen zur Minimierung des Nitratgehaltes. Probleme machen den Landwirten z.B. höhere Auflagen bei der Aufzucht von Ferkeln, die aus dem Ausland bezogen werden müssen. „Da stimmt etwas nicht“, so Dahlhoff. Sorgen bereiteten eine fehlende Planungssicherheit in allen Bereichen, starke finanzielle Einbußen, die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln, aber auch die Hofnachfolge. Sie wehren sich gegen Pauschalierungen und wünschen sich stärkere Differenzierungen. Die Börde-Bauern leisteten auf einer zu 50 Prozent als Vogelschutzgebiet ausgewiesenen Fläche einen hervorragenden Vertragsnaturschutz.

Liese setzte seine Argumentation ins Verhältnis zu den EU-Ländern. Ob es um den Einsatz von Antibiotika geht, eine höhere Flächenprämie oder ein Monitoring beim Insektenschutz für die gezielte Bekämpfung von Insekten in wirklich betroffenen Gebieten: Liese forderte die Landwirte auf, die Politik des Landwirtschaftsministeriums zu unterstützen. „Sie geht in die richtige Richtung.“ Ziel sei es, eine europaweite Vergleichbarkeit und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Es könne nicht sein, „dass hier etwas abgebaut werden muss, was in Polen wieder aufgebaut wird“, so Liese über hohe deutsche Standards, die in der EU stärker wahrgenommen werden müssten. Jörg Blöming betonte: „Wir stehen hinter unseren Landwirtinnen und Landwirten, die hochwertige Lebensmittel für uns alle erzeugen!“

Peter Liese versprach die aufgeworfenen Fragen, bei der Reform der Agrarpolitik, die zurzeit in Brüssel diskutiert wird, zu berücksichtigen.

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