PFT darf in Zukunft nicht mehr in unsere Flüsse und unsere Seen und schon gar nicht in das Trinkwasser gelangen. Zwar haben Wissenschaftler am vergangenen Montag in Arnsberg erklärt, dass es für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Arnsberg voraussichtlich keine Gesundheitsgefährdung gibt, aber wenn die Belastung länger angedauert hätte, wäre das Risiko erheblich gewesen. Bei Untersuchungen, die das Landesumweltministerium vorgestellt hat, wurde herausgefunden, dass die Bürgerinnen und Bürger, die in Arnsberg PFT-belastetes Wasser zu sich genommen haben, eine 5- bis 8-fach höhere Belastung als Vergleichsgruppen in Siegen und Brilon haben. PFTs sind bioakkumulierend. Deswegen ist es wichtig, die Menschen davor zu schützen. Denn ab einer gewissen Grenze sind Schäden wahrscheinlich. Zum Glück ist diese Grenze bei der Bevölkerung in Arnsberg noch nicht erreicht.

In der kommenden Woche wird der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments erneut über Anträge im Zusammenhang mit PFT abstimmen. Es geht um die Festlegung von Umweltqualitätsnormen im Bereich der Wasserpolitik. Die Europäische Kommission hat eine Liste mit 41 Stoffen festgelegt, die europaweit aus den Gewässern ferngehalten werden müssen. Sie enthält unter anderem Stoffe wie DDT, Quecksilber und Benzol. Bisher sind die PFTs nicht in der Liste enthalten. Dies muss sich nun ändern. In Südwestfalen hat man sehr genau hingeschaut und die Gewässer sehr genau untersucht. Ich bin sicher, dass es ähnliche Probleme auch an anderer Stelle in Europa gibt. Man hat bisher die Probleme allerdings nicht erkannt. Dies muss sich ändern. Außerdem hoffe ich, dass ich durch die Anträge im Rahmen der Wasserpolitik dazu beitragen kann, dass das PFT-Verbot für die Herstellung schneller umgesetzt wird.

Bereits im Oktober hat das Europäische Parlament ein umfassendes Verbot für die wichtigste PFT-Untergruppe (PFOS) beschlossen. Die zweitwichtigste Untergruppe (PFOA), die in besonders hoher Konzentration in Arnsberg festgestellt wurde, wird im Rahmen der europäischen Chemikalienpolitik behandelt, und ein Verbot könnte in den nächsten Jahren ausgesprochen werden. Die Ergebnisse der Studie in Arnsberg zeigen, dass hier Handlungsbedarf besteht.

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