Kommission will Umsetzung aufschieben und Richtlinie überarbeiten

Die Gefahren für die medizinische Diagnostik durch Magnetresonanztomographie durch die Umsetzung einer EU-Richtlinie können abgewendet werden. Die Deutsche Röntgengesellschaft und andere Fachgremien hatten sich in den letzten Wochen und Monaten sehr kritisch zur bevorstehenden Umsetzung der EU-Richtlinie zur Arbeitssicherheit in elektromagnetischen Feldern geäußert. In der Richtlinie sind Grenzwerte vorgesehen, die den Einsatz der Magnetresonanztomographie (Magnetic Resonancen Imaging – MRI) gefährden. Da es bisher keine bekannten Schäden durch MRI gibt, die Methode aber zur Diagnostik von schwerwiegenden und zum Teil lebensbedrohlichen Erkrankungen erforderlich ist, haben sich viele Europaabgeordnete für eine Änderung eingesetzt.

Der zuständige Kommissar Vladimir Špidla hat nun erklärt, die Umsetzung der Richtlinie für zwei Jahre zu verschieben und in der Zwischenzeit eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden. Die vorgesehenen Grenzwerte waren wissenschaftlich nicht begründet und hätten zu schwerwiegenden Problemen geführt. Daher ist die jetzige Ankündigung der Kommission ein Schritt in die richtige Richtung. Wir werden weiterhin Druck machen, damit es wirklich zu einer praktikablen Lösung kommt.

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