EVP-Fraktion nimmt Beschluss zum Ausbruch des Coronavirus an / Unterstützung für mehr Personal und mehr Kompetenzen des ECDC / Bestmögliche Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Therapie und Impfstoff


Peter Liese: Wir müssen nach Italien schauen

Die größte Fraktion im Europäischen Parlament (EVP - Christdemokraten) fordert dringend mehr Zusammenarbeit im Kampf gegen die Coronavirus-Krise. "Das Virus respektiert keine Grenzen, deshalb sollte unsere Antwort viel europäischer sein", sagte der gesundheitspolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament. Die Fraktion einigte sich auf einen Beschluss, obwohl das Europäische Parlament diese Woche keine Abstimmung durchführen wird, weil viele Abgeordnete, vor allem aus Italien und Abgeordnete, bei denen die Gefahr besteht, dass sie im Falle einer Infektion schwerwiegende Folgen davontragen könnten, nicht in Brüssel anwesend sein können.

"Wir wollen ein klares Signal an die Öffentlichkeit, aber auch an unsere Freunde in der Europäischen Kommission und in den Mitgliedsstaaten senden", sagte Liese. Die EVP-Fraktion drückt ihre Solidarität mit allen Patienten und Angehörigen der Verstorbenen aus und zollt dem medizinischen Personal, das sein Bestes im Kampf gegen die Covid-19-Epidemie tut, großen Respekt.

Die Fraktion unterstützt eine Strategie, die darauf abzielt, die Epidemie so weit wie möglich einzudämmen, um Zeit zu gewinnen und nicht tragbaren Druck auf das Gesundheitssystem zu vermeiden sowie den Wissenschaftlern zu ermöglichen, einen Impfstoff und, wenn möglich, eine Therapie zu entwickeln. "Leider ist es nicht möglich, die Ausbreitung des Virus vollständig zu vermeiden, aber wir müssen alles tun, um eine Situation mit Hunderten von Todesfällen innerhalb weniger Tage zu vermeiden, die wir in Italien und in anderen Mitgliedstaaten bereits beobachten. Italien braucht in dieser schwierigen Situation unsere Solidarität und konkrete Hilfe", so Liese. Die Fraktion forderte koordinierte Handlungen, damit medizinisches Personal in die am stärksten betroffenen Regionen geschickt werden kann und um ihr Leben kämpfende im Ausland behandelt werden können, wenn die inländischen Kapazitäten erschöpft sind.
Die EVP-Fraktion unterstützt die Idee von Gesundheitsminister Jens Spahn, das Personal des ECDC unverzüglich aufzustocken und der EU-Agentur mehr Kompetenzen zu übertragen. Besonderes Augenmerk sollte auf gefährdete Menschen gelegt werden.

Kommission und Mitgliedstaaten sollten alle notwendigen Anstrengungen unternehmen, um einen Mangel an Schutzausrüstung und Testkits zu vermeiden.
Die Fraktion fordert weitere Mittel und Anstrengungen für Forschung und Entwicklung, für Impfstoffe und mögliche Behandlungen. "Es ist schwierig, ein Virus mit Arzneimitteln zu behandeln, aber in einigen Fällen hat es bereits funktioniert. Die Wissenschaftler, die versuchen, auch mit diesem Ansatz das Leben von Patienten zu retten, sollten unterstützt werden, und die Ergebnisse müssen auf europäischer Ebene ausgewertet werden, damit jeder Patient in der gesamten Union die bestmögliche Behandlung erhält", so Liese.

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