Ohne europäische Zusammenarbeit werden wir den Krebs nicht besiegen / Konkrete Aktionen im Bereich personalisierter Medizin und Bekämpfung bei Krebs von Kindern besonders wichtig

„Ohne die Zusammenarbeit in Europa werden wir den Krebs nicht besiegen“, dies erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten) Dr. med. Peter Liese anlässlich der Vorstellung des Europäischen Aktionsplan zur Krebsbekämpfung durch die Europäische Kommission am Mittwoch. Die Europäische Kommission stellte 42 konkrete Aktionen im Kampf gegen den Krebs vor. Unter anderem will sie ein sogenanntes Krebs-Wissenszentrum (Knowledge Centre on Cancer) schaffen zu bessere Koordinierung von wissenschaftlichen und technischen Initiativen auf EU-Ebene. Dieses soll beim gemeinsamen Forschungszentrum der Europäischen Kommission angesiedelt sein.

Liese, der vor seiner Wahl ins Europäische Parlament in einer Kinderklinik gearbeitet hat, wies darauf hin, dass insbesondere die Bekämpfung von Krebs bei Kindern ohne europäische Zusammenarbeit nicht erfolgreich gestaltet werden kann. „Zum Glück ist es relativ selten, dass ein Kind an Krebs erkrankt, aber wenn es dann passiert, ist es für die Familie ein besonders schreckliches Schicksal. Aufgrund der niedrigen Fallzahlen ist Zusammenarbeit bei der Forschung und der Therapie absolut dringend. Der Krebs bei Kindern wird entweder europäisch bekämpft oder er kann nicht erfolgreich bekämpft werden. Gleiches gilt auch für seltene Krebsarten und die immer spezialisiertere Behandlung im Bereich der personalisierten Medizin. Durch die immer gezieltere Behandlung von Krebs werden auch häufige Krebsarten zu seltenen Krebsarten, da man große Gruppen, wie zum Beispiel Brustkrebs und Lungenkrebs, in unterschiedliche Gruppen einteilt, weil Patienten auf unterschiedliche Medikamente, die gezielt angewandt werden müssen, unterschiedlich ansprechen. Ich finde es sehr wichtig, dass die Europäische Kommission die Initiative unserer Fraktion aufgegriffen hat und die Bekämpfung von Krebs ins Zentrum ihrer Bemühungen stellt. Wir müssen uns jetzt an die Arbeit machen und die Pläne konkret umsetzen“, so der Arzt und Europaabgeordnete.

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